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Deutschland beteiligt sich an Vernichtung syrischer Chemiewaffen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Deutschland wird sich an der Vernichtung der syrischen Chemiewaffen beteiligen. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) erklärten gestern in Berlin, dass die Gesellschaft zur Entsorgung chemischer Kampfstoffe und Rüstungsaltlasten GEKA im niedersächsischen Munster Chemikalien entsorgen werde, die bei der Vernichtung entstehen. „Niemand darf sich verweigern, der dazu die technischen Kapazitäten zur Verfügung hat“, sagte Steinmeier.

Dem Vernehmen nach geht es um mehrere Hundert Tonnen der Chemikalie Hydrolysat. Der Stoff entsteht bei der Zersetzung von Senfgas in ungefährlichere Bestandteile. Dieser erste Schritt der Chemiewaffen-Vernichtung wird von den USA auf einem Schiff im Mittelmeer vorgenommen. Das Hydrolysat ist vergleichbar mit flüssigen Industrieabfällen.

Es soll in Containern per Schiff nach Deutschland und dann per Lkw oder Bahn weiter nach Munster gebracht werden. Die Chemikalie wird bei der Verbrennung vollständig zerstört. Es bleiben nur ungefährliche Salze zurück.

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erstellt am 10.Jan.2014 | 00:34 Uhr

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