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Politik

23. November 2017 | 06:20 Uhr

Den großen Wurf wagen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 03.Apr.2014 | 15:00 Uhr

Wirtschaft und Politik in der Grenzregion machen mobil für einen kombinierten Straßen- und Bahntunnel, der in absehbarer Zeit die Rader Hochbrücke ersetzt. Wenn die Planung nicht schon heute beginnt, wird es in zwölf Jahren keinen Ersatz geben. Dann ist das Verfallsdatum für die Lebensader in den Norden erreicht. Schon die Perspektive, dass dieser Termin nicht gehalten werden kann, hält heute Unternehmen von Investitionen im Norden ab. Jüngste Zahlen der Wirtschaftsförderung belegen das eindrucksvoll. Das kostet Arbeitsplätze und lässt den ohnehin strukturschwachen Norden gegenüber der Metropolregion Hamburg weiter zurückfallen. Akteure von beiden Seiten der Grenze haben begriffen, dass sie nicht länger schweigen dürfen. Dass Partner aus Dänemark und Politiker aus allen politischen Richtungen dabei sind, zeigt deutlich, wie dringend das Problem ist. Wenn es um den eigenen Wahlkreis geht, werden selbst grüne Politiker zu Freunden neuer Verkehrswege.

Es muss jetzt groß gedacht werden, denn viel zu lange schon plagt sich die Nordregion des Landes mit einer völlig unzureichenden Bahnverbindung in Richtung Süden herum. Wer aus Richtung Dänemark in die nächstgelegene Großstadt Hamburg reisen will, fährt über museumsreife Brücken und in Rendsburg und Flensburg endlose Schleifen.

Die Flensburger Initiative braucht jetzt breite Unterstützung. Ministerpräsident Albig wirbt derzeit im Land für eine Strategiedebatte, die dem ländlichen Raum Zukunft geben soll. Das kann er sich sparen, wenn das Land nicht in der Lage ist, diese grundsätzlichen Probleme zu lösen. Ein Anfang ist gemacht.

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