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zum Blutspenden gezwungen : DDR verkaufte Blut von Häftlingen gegen D-Mark

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 14.Jan.2014 | 18:41 Uhr

Die DDR hat nach Erkenntnissen der Stasi-Unterlagen-Behörde Häftlinge zum Blutspenden gezwungen und die Präparate in den Westen verkauft. Auf diese Weise verschaffte sich das klamme SED-Regime dringend benötigte Devisen, wie das ARD-Politmagazin „Report Mainz“ gestern berichtete. Zudem sollen sehr viel mehr westdeutsche Firmen als bisher bekannt von der Zwangsarbeit politischer DDR-Häftlinge profitiert haben. Demnach ließen zahlreiche Unternehmen vor allem in den 70er und 80er Jahren billig in DDR-Betrieben produzieren, die auch Häftlinge zur Arbeit einsetzten – unter anderem der Lebensmittel-Discounter Aldi. Aldi Süd bestätigte dies. Man habe Geschäftsbeziehungen zum VEB Strumpfkombinat Esda Thalheim (Sachsen) gehabt. Dass man dort auch im Frauengefängnis in Hoheneck produziert habe, sei damals unbekannt gewesen. Der Möbelkonzern Ikea hatte bereits 2012 solche Produktionen eingeräumt. Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, sagte dem Magazin: „Das Forschungsprojekt hat gezeigt: Ikea war nur die Spitze des Eisbergs.“

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