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Jamaika-Koalition für den Bund : Daniel Günther fordert Abschluss von Sondierungsgesprächen vor Weihnachten

vom
Aus der Onlineredaktion

Der Ministerpräsident will die Verhandlungen zügig voranbringen. Günther ist auch gegen einen Rechtsruck bei der CDU.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2017 | 07:37 Uhr

Kiel | Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) fordert einen Abschluss der Koalitionsverhandlungen im Bund mit Grünen und FDP noch in diesem Jahr. „Es darf keine Hängepartie geben, nur um sich innerparteilich zu profilieren“, sagte Günther der „Nordwest-Zeitung“. Dass vor allem die Jamaika-Parteien bei der Landtagswahl in Niedersachsen verloren hätten, liege daran, „dass wir drei Wochen nach der Bundestagswahl auf dem Weg zu einer Regierungsbildung noch nicht weitergekommen sind. Es war falsch, so lange mit dem Beginn der Sondierungsgespräche für Jamaika in Berlin zu warten.“ Noch vor Weihnachten sollte die Bundesregierung stehen, sagte Günther.

Günther gegen Rechtsruck bei der CDU

In der „Welt“ sprach er sich - gemeinsam mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Reiner Haseloff - erneut gegen einen Rechtsruck der Union als Konsequenz aus den Wahlen in Niedersachsen und in Österreich aus. Wichtiger sei, dass sich die Union in den kommenden Jahren mit neuen Köpfen präsentiere. Den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland sagte der 44-Jährige: „Wir brauchen junge Gesichter, damit klar ist, dass die CDU weit über die Zeit von Angela Merkel hinaus eine Zukunft hat.“ Eine Verjüngung der Union fordert auch die Nachwuchsorganisation JU.

In einem Gastbeitrag für die „Heilbronner Stimme“ schrieb deren Vorsitzender Paul Ziemiak, es dürfe kein „Weiter so“ geben. „Zu unserem Profil als Union gehören der christlich-soziale, der liberale aber eben auch der konservative Teil. Wir dürfen keinen dieser Teile vernachlässigen und müssen uns breiter aufstellen, wenn wir Volkspartei bleiben wollen.“

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