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Stickoxide durch Volkswagen : Dänische Ministerin: Manipulierte VW-Diesel verpesten Kopenhagens Luft

vom
Aus der Onlineredaktion

Europas Fahrrad-Hauptstadt hat ein Abgas-Problem. Dänemarks Umweltministerin und ihre Experten haben den Verantwortlichen gefunden.

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2015 | 13:33 Uhr

Kopenhagen | Die dänische Umwelt- und Lebensmittelministerin Eva Kjer Hansen (Venstre) hat in einer Stellungnahme zum VW-Skandal im zuständigen Folketingsausschuss erklärt, dass die Manipulationen bei den VW-Dieselfahrzeugen nach Ansicht ihrer Experten verantwortlich für die erhöhte Luftverschmutzung auf dem H. C. Andersens-Boulevard im Zentrum von Kopenhagen sind. Auf der viel befahrenen Straße, die an Tivoli und Rathausplatz vorbeiführt, werden die EU-Kriterien durch die Schadstoffe wie Stickoxide (NOx) weit überschritten.

Die ständigen Kontrollen der Luftverschmutzung in Dänemark zeigen keine akute Gefahr und auch keine Veränderung der bisherigen Werte im Lande. Kein Standort würde die erlaubte Schadstoffmenge überschreiten – mit Ausnahme des H. C. Andersens-Boulevards in Kopenhagen, betonte die aus Apenrade stammende Ministerin.

Nach Kjer Hansens Angaben fahren insgesamt in Dänemark 91.000 Diesel-Autos mit der manipulierten VW-Software. Die meisten seien VW-Modelle, aber das gelte auch für Diesel-Fahrzeuge von Audi, Skoda und Seat.

Die Ministerin hat inzwischen eine „Task Force“ im Ministerium gebildet, um die Herausforderungen durch den VW-Skandal in Dänemark zu meistern. Sie warte nun ab, was von deutscher Seite unternommen werde, um die Probleme mit den VW-Autos rasch zu lösen. Außerdem werde sie sich in der Brüsseler Kommission für strengere Messkontrollen in der EU einsetzen, versprach Kjer Hansen in ihrer Stellungnahme.

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