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Christin im Sudan zum Tode verurteilt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2014 | 13:26 Uhr

Eine 27 Jahre alte Frau im Sudan soll wegen „Gotteslästerung“ und ihres christlichen Glaubens hingerichtet werden. Ein Richter in Khartum verurteilte die Christin zum Tod durch Erhängen, sofern sie ihrem Glauben nicht abschwöre und zum Islam zurückkehre. Der Vater der Angeklagten ist ein Muslim, die Mutter Christin. Mariam Dschahia Ibrahim Ischak war aber wegen der weitgehenden Abwesenheit des Vaters als Christin erzogen worden. Der Richter hatte die Frau mehrfach gefragt, ob sie „auf ihre Glaubensabtrünnigkeit“ bestehe. „Ich bin eine Christin, ich bin keine Abtrünnige“, antwortete sie. Die im achten Monat schwangere, mit einem Christen verheiratete Frau befindet sich mit ihrem 20 Monate alten Sohn im Gefängnis. Ihr Verteidiger kündigte Berufung an. Botschafter westlicher Staaten wie der USA oder der Niederlande protestierten bei der Regierung des Sudans. Das Urteil verstoße gegen universelle Menschenrechte und die Religionsfreiheit.

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