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C-Waffen: Assad will Geld aus USA

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 20.Sep.2013 | 00:31 Uhr

Syriens Präsident Baschar al-Assad (Foto) verlangt von den USA, für die Vernichtung der Chemiewaffen seines Landes zu zahlen. Die Vernichtung des Arsenals wird nach seinen Angaben etwa ein Jahr dauern. Der ganze Prozess koste ungefähr eine Milliarde Dollar (740 Millionen Euro), sagte er in einem Interview des TV-Senders Fox News. „Es ist eine sehr komplizierte Operation.“ Er sei damit einverstanden, dass die amerikanische Regierung die C-Waffen zur Vernichtung in die USA bringe, wenn sie bereit sei, „das Geld zu bezahlen“, so Assad. Er bestritt erneut, dass sein Regime für den Chemiewaffenangriff auf die eigene Bevölkerung am 21. August verantwortlich sei. Das sei „nicht realistisch und nicht wahr“, sagte Assad.

Nach einer Vereinbarung der USA mit Russland muss das Assad-Regime sein Chemiewaffenarsenal bis morgen offenlegen. Bis Mitte 2014 sollen die Chemiewaffen aus dem Land gebracht und zerstört werden. Experten bezweifeln, dass der Plan mitten im Bürgerkrieg umgesetzt werden kann.

In Deutschland wird derweil weiter gerätselt, was mit den mehr als 100 Tonnen Chemikalien passiert ist, die zwischen 2002 und 2006 nach Syrien geliefert wurden. „Da wird sicherlich noch Genaueres vom Wirtschaftsministerium zu erfragen sein“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Ruprecht Polenz (CDU). Der Verdacht, die Stoffe seien zur Giftgas-Herstellung genutzt worden, müsse ausgeräumt werden.

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