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Nach Streit mit Präsident Erdogan : Bundestagsabgeordnete dürfen türkischen Nato-Stützpunkt in Konya besuchen

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Den Besuch bei den deutschen Soldaten in Konya untersagte Recep Erdogan aufgrund der belasteten bilateralen Beziehung.

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2017 | 12:26 Uhr

Berlin | Nach wochenlangem Warten dürfen Bundestagsabgeordnete am 8. September den Nato-Stützpunkt im türkischen Konya besuchen. Die Nato teilte am Montag mit, dass sich Deutschland und die Türkei nach Vermittlung von Generalsekretär Jens Stoltenberg auf diesen Termin geeinigt hätten.

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) informierte gleichzeitig den Verteidigungsausschuss des Bundestags in einem Schreiben über die Reiseerlaubnis. Zuerst hatte das ARD-Hauptstadtstudio darüber berichtet.

Von Konya aus unterstützt die Nato den Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) mit Awacs-Aufklärungsflugzeugen. Die Delegation mit sieben Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen soll von der Vize-Generalsekretärin der Nato, Rose Gottemoeller, geleitet werden.

Die Türkei hatte Mitte Juli einen Besuch der Parlamentarier bei den deutschen Soldaten in Konya - es sind rund ein Dutzend - auf unbestimmte Zeit verschoben und dies mit den angespannten bilateralen Beziehungen begründet. Daraufhin hatten Abgeordnete mit einem Abzug der deutschen Soldaten gedroht. Wegen eines Besuchsverbots für deutsche Parlamentarier auf der türkischen Luftwaffenbasis Incirlik, zieht die Bundeswehr gerade von dort nach Jordanien um.

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