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Suche nach Atommüllendlager : Bund und Niedersachsen streiten über Zeitplan

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Der vorgesehene Zeitplan, bis 2031 ein Endlager zu finden, ist für Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel nicht realisierbar. Der Bund will an dem Zeitplan festhalten.

Hannover | Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) und SPD-Bundesumweltministerin Barbara Hendricks streiten über den Zeitplan für die Suche nach einem Atommüllendlager. Anlass ist die Forderung Wenzels, mehr Zeit für die Suche nach einem Endlager für atomare Abfälle, einzuplanen. „Wir müssen damit rechnen, dass wir zwei bis drei Jahrzehnte länger brauchen als im Standortauswahlgesetz eingeplant“, sagte er der in Hannover erscheinenden „Neuen Presse“.

Der im Endlagersuchgesetz genannte Termin, bis 2031 einen Standort für die Endlagerung zu finden, hält Wenzel nicht für machbar, da noch viel intensivere Forschungen nötig seien. „In der Grundlagenforschung sind wir noch lange nicht so weit, wie wir sein müssten.“ Deshalb müsse auch die Zwischenlagerung der radioaktiven Abfälle neu überdacht werden. Die eingeplanten Zeiträume seien zu kurz. Hendricks wies die Forderung aus Hannover umgehend zurück. „Wir dürfen die Entscheidung darüber, wohin der Atommüll letztendlich soll, nicht auf den Sankt-Nimmerleinstag verschieben“, sagte sie nach Angaben ihres Hauses. Der im Standortauswahlgesetz vorgesehene Termin sei ehrgeizig, erlaube aber einen intensiven und verantwortungsvollen Suchprozess. „Ich halte nichts davon, einen Zeitplan infrage zu stellen, der im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens in völligem Einvernehmen mit den Ländern festgelegt wurde.“

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erstellt am 03.Sep.2014 | 13:29 Uhr

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