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Austritt aus der EU : Brexit-Verhandlungen: Noch kein britisches Angebot für EU-Bürger

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Behalten EU-Bürger nach dem Brexit ihre alten Rechte oder nicht? Großbritannien hält sich bei ersten Verhandlungen zurück.

Brüssel | In der ersten Runde der Brexit-Verhandlungen hat Großbritannien nach Angaben von Teilnehmern zunächst keinen neuen Vorschlag gemacht, wie die Rechte der EU-Bürger im Vereinigten Königreich garantiert werden sollen. Das angekündigte „großzügige Angebot“ sei bislang ausgeblieben, hieß es am Montagnachmittag von Diplomaten.

Die Uhr für die Verhandlungen tickt, weil die britische Mitgliedschaft zwei Jahre nach dem Austrittsgesuch vom 29. März automatisch endet. Die britische Regierung will nach eigenem Bekunden notfalls ohne Vertrag gehen. Die EU-Seite warnt jedoch vor Rechtsunsicherheit für die Bürger und Chaos für die Wirtschaft.

Britische Medien hatten vorige Woche über Pläne von Brexit-Minister David Davis berichtet: Alle EU-Bürger, die vor dem britischen Austrittsgesuch vom 29. März nach Großbritannien kamen, sollen ihre bisherigen Rechte behalten. Die EU-Seite hatte schon auf die Berichte skeptisch reagiert, denn noch bis Ende März 2019 ist Großbritannien reguläres EU-Mitglied mit allen Rechten und Pflichten.

Am Montagvormittag hatten in Brüssel die Verhandlungen über den EU-Austritt Großbritanniens begonnen. Allerdings ist die Regierungsbildung in London nach der Unterhauswahl noch nicht abgeschlossen, bei der Premierministerin Theresa May ihre Mehrheit verloren hatte. Sie ringt nun um Unterstützung der nordirischen DUP.

Von der ersten Verhandlungsrunde könne man deshalb keine inhaltlichen Durchbrüche erwarten, hieß es. Ziel sei, sich gegenseitig kennenzulernen und den weiteren Fahrplan für die Gespräche zu besprechen.

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erstellt am 19.Jun.2017 | 15:40 Uhr

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