Nach Bombenanschlag in St.Petersburg : Brandenburger Tor in Berlin soll nicht in Russland-Farben strahlen

Das Brandenburger Tor in Berlin.
Das Brandenburger Tor in Berlin.

St. Petersburg sei keine Partnerstadt von Berlin, heißt es. Doch viele Menschen kritisieren diese Einstellung.

shz.de von
04. April 2017, 08:33 Uhr

Berlin | Nach dem Anschlag in der U-Bahn von St. Petersburg sollte das Brandenburger Tor am Montagabend nicht in den russischen Nationalfarben angestrahlt werden. Das sagte ein Senatssprecher der Deutschen Presse-Agentur. St. Petersburg sei keine Partnerstadt von Berlin, hieß es zur Begründung. Davon solle nur in Ausnahmefällen abgewichen werden.

Nach Anschlägen wie etwa in Paris, Brüssel, London, Istanbul (Partnerstädte von Berlin), Nizza und Jerusalem war das Berliner Wahrzeichen in Solidarität mit den Betroffenen in den Nationalfarben der jeweiligen Länder angestrahlt worden.

 

Nach dem Massaker eines islamistischen Attentäters in einem Schwulen-Club in Orlando in Florida mit rund 50 Toten im vergangenen Sommer war das Brandenburger Tor in die Regenbogenfarben der Schwulenbewegung getaucht. Einige Städte beleuchten ihre Wahrzeichen nach Anschlägen gar nicht mehr.

Im Rahmen einer Mahnwache „Berlin for Orlando“ wird das Brandenburger Tor in Regenbogenfarben zum Gedenken an die Opfer in Orlando am 18.06.2016 in Berlin angestrahlt.
dpa
Im Rahmen einer Mahnwache „Berlin for Orlando“ wird das Brandenburger Tor in Regenbogenfarben zum Gedenken an die Opfer in Orlando am 18.06.2016 in Berlin angestrahlt.

Bei vielen Menschen stößt das Nicht-Anstrahlen auf Unverständnis.

 

Es gibt Aufforderungen an die Regierung, das Tor doch noch zu beleuchten.

 
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