Molotov-Cocktails : Brandanschlag auf türkische Botschaft in Kopenhagen

Die türkische Botschaft in Kopenhagen. /Archiv/Google

Die türkische Botschaft in Kopenhagen. /Archiv/Google

Die Motive der geflüchteten Täter sind noch unklar. Es gab keine Verletzten.

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19. März 2018, 10:44 Uhr

Kopenhagen/Hellerup | Die türkische Botschaft im Norden von Kopenhagen ist in der Nacht zum Montag mit Brandbomben angegriffen worden. Vier Molotov-Cocktails trafen die Patrizier-Villa im Rosbæksvej und führten ihr sichtbare Brandschäden an der Fassade zu. Im ersten Stock sind auch die Innenwände verrußt, berichten dänischen Medien. Die Polizei der dänischen Hauptstadt reagierte am frühen Morgen mit starker Präsenz, die sich inzwischen aber gelichtet hat.

Zum Tatzeitpunkt sei eine Streife quasi vor Ort gewesen, sagte Polizeisprecher Henrik Moll der Agentur Ritzau. Die Beamten sahen gegen drei Uhr mindestens zwei Unbekannte vom Tatort weglaufen, doch die Bewachung der Flammen hatte für die Polizisten Vorrang vor der Ergreifung der Flüchtenden. Weitere Zeugen gab es nicht. Hinweise auf Täter und Motive könnten die Daten der zahlreichen Überwachungskameras geben, die jetzt ausgewertet werden. Da das Gebäude nachts nicht besetzt ist, gab es keine Verletzten.

Die Beamten vermuten, dass die mutmaßlichen Brandstifter in Richtung der etwa einen Kilometer entfernten S-Bahn-Station Svanemøllen im Stadtteil Østerbro flüchteten.

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Screenshot Google Maps
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