Bornierte Kritiker

spang

shz.de von
20. Juni 2014, 15:58 Uhr

Barack Obama sieht sich angesichts des Vormarschs der Terror-Truppen des El-Kaida-Abkömmlings Isis gezwungen, 300 Militärberater zurück in den Irak zu schicken. Ein Schritt, den der Präsident zu vermeiden versuchte, seinen Kritikern trotzdem nicht weit genug geht. Den Vogel schoss dabei Ex-Vize-Präsident Dick Cheney ab, der dem Friedensnobelpreisträger Verrat an Amerika vorhält. Dieser Vorwurf aus dem Mund eines Verantwortlichen, der so ziemlich alles falsch eingeschätzt hat, klingt geradewegs absurd. Tatsächlich haben Cheney, Bush und deren neokonservative Ideologen mit ihrer Invasion in Irak 2003 den Boden für das gegenwärtige Chaos bereitet.

Glücklicherweise versteht Obama die Komplexität der Konflikte in Syrien und Irak besser. Er liegt genau richtig, wenn er parallel zu der Entsendung der Militärberater auf politische Reformen in Irak drängt. Denn dass die Isis-Terroristen Rückhalt in der sunnitischen Bevölkerung finden, ist das Ergebnis der unfähigen Politik des Schiiten Nuri al-Maliki.

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