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Erneuter Anschlag auf Armee : Bombenanschlag in der Türkei – sechs Soldaten sterben

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Bei einem weiteren Anschlag auf die Armee sind in der Südosttürkei mehrere Soldaten getötet worden. Die türkischen Streitkräfte machen die PKK dafür verantwortlich.

Nach dem Selbstmordattentat in Ankara sind bei einem erneuten Bombenanschlag auf die Armee in der Südosttürkei mindestens sechs Soldaten getötet worden. Ein weiterer Soldat sei bei der Detonation des Sprengsatzes auf der Straße von Diyarbakir nach Lice am Donnerstag schwer verwundet worden, teilten die Streitkräfte mit.

Immer wieder kam es in den vergangenen Wochen und Monaten zu Anschlägen in der Türkei. Erst im Januar zündete ein Selbstmordattentäter eine Bombe inmitten einer deutschen Reisegruppe im Herzen von Istanbul. Zehn Menschen starben. Am Mittwoch sprengte sich ein Selbstmordattentäter in Ankra in die Luft.

Ziel des Anschlags sei ein Konvoi gewesen, der auf der Straße nach Sprengsätzen gesucht habe. Die Armee machte die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK für die Tat verantwortlich. Die türkische Regierung hat auch den Anschlag von Ankara vom Mittwochabend der PKK und ihrem bewaffneten syrischen Ableger YPG angelastet.

Die PKK hingegen übernimmt keine Verantwortung. Der PKK-Kommandeur Cemil Bayik sagte der PKK-nahen Agentur Firat am Donnerstag: „Wir wissen nicht, wer das getan hat. Es könnte aber ein Vergeltungsschlag für die Massaker in Kurdistan gewesen sein.“

Überblick über tödliche Anschläge in der Türkei:

Januar 2016 Bei einem Anschlag im historischen Zentrum Istanbuls werden elf Deutsche getötet. Der Angreifer sprengt sich mitten in einer deutschen Reisegruppe in der Umgebung der Hagia Sophia und der Blauen Moschee in die Luft. Der Attentäter gehörte nach Angaben der türkische Regierung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an.
Oktober 2015 Am Rande einer regierungskritischen Demonstration in der Hauptstadt Ankara reißen zwei Sprengsätze mehr als 100 Menschen in den Tod. Die Staatsanwaltschaft macht die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verantwortlich.
September 2015 Bei einem Bombenanschlag in Igdir in der Osttürkei werden zwölf Polizeibeamte getötet. Zuvor starben bei einem Angriff der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK und Gefechten im südosttürkischen Daglica in der Provinz Hakkari 16 Soldaten.
August 2015 Bei einem Bombenanschlag und einem anschließenden Angriff auf eine Polizeiwache in der Millionenmetropole Istanbul werden mindestens vier Menschen getötet. Zwei Frauen greifen zudem das US-Konsulat an, eine wird festgenommen. Sie soll Mitglied der linksextremen Terrororganisation DHKP-C sein.
Juli 2015 Im südtürkischen Grenzort Suruc reißt ein Selbstmordattentäter 33 pro-kurdische Aktivisten mit in den Tod. Die Behörden machen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verantwortlich, die sich allerdings nie zu der Tat bekennt.
Juni 2015 Zwei Tage vor der türkischen Parlamentswahl verüben Unbekannte in der südosttürkischen Kurden-Metropole Diyarbakir einen Sprengstoffanschlag auf eine Veranstaltung der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP. Mindestens vier Menschen sterben.
Mai 2013 Bei der Explosion zweier Autobomben in der Grenzstadt Reyhanli werden mehr als 50 Menschen getötet. Die Regierung beschuldigt türkische Linksextremisten mit Kontakten zum Regime im benachbarten Syrien.
September 2011 Drei Menschen sterben in der türkischen Hauptstadt Ankara, als im Regierungsviertel eine Bombe explodiert. Eine Splittergruppe der PKK bekennt sich zur Tat.

 

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erstellt am 18.Feb.2016 | 11:49 Uhr

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