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Besserverdiener müssen höhere Sozialabgaben zahlen

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Arbeitnehmer, die mehr als 3937,50 Euro brutto im Monat verdienen, müssen sich auf höhere Sozialabgaben einstellen. Grund sind höhere Beitragsbemessungsgrenzen, die das Bundeskabinett bei der letzten ordentlichen Sitzung gestern billigte. Bis zu diesen Grenzen – sie werden um bis zu 150 Euro angehoben – müssen Beiträge zu den Sozialversicherungen bezahlt werden. Das kann nach Expertenberechnung bis zu 251 Euro im Jahr ausmachen. Ähnlich hohe Mehrkosten kommen auf die Unternehmen zu, die etwa die Hälfte der Sozialbeiträge zahlen. Die große Mehrheit der Arbeitnehmer ist nicht betroffen. Der Monatsverdienst von Vollzeitbeschäftigten lag 2012 im Schnitt bei knapp 3400 Euro brutto. Die alljährliche Anpassung der Beitragsbemessungsgrenzen erfolgt automatisch nach einer festgelegten Formel.

Mit dem Beschluss steigen die Bemessungsgrenzen für die Renten- und Arbeitslosenversicherung im Westen um 150 Euro monatlich auf 5950 Euro. In Ostdeutschland wird die Grenze um 100 auf 5000 Euro des Bruttoeinkommens angehoben. In der Kranken- und Pflegeversicherung gilt eine für ganz Deutschland einheitliche Beitragsbemessungsgrenze. Sie wird nun um 112,50 Euro auf 4050 Euro vom Monatsbrutto nach oben verschoben.

Zudem beschloss das Kabinett schärfere Vorgaben für Hausbauer und eine Austauschpflicht für 30 Jahre alte Gas- und Ölheizungen. Vor 1985 eingebaute Heizungen müssen gemäß der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) bis 2015 ausgetauscht werden. Bisher galt diese Pflicht nur für vor 1978 eingebaute Heizkessel. Nicht betroffen sollen Brennwertkessel und Niedertemperaturheizkessel mit einem besonders hohen Wirkungsgrad sein.

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erstellt am 17.Okt.2013 | 00:32 Uhr

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