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Nach tödlicher Attacke am Alexanderplatz : Berlin: Mehrjährige Haftstrafe für 19-jährigen Messerstecher

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Während eines Streits im August 2014 sticht der damals 18-Jährige einem 30-Jährigen mit einem Messer ins Herz. Der Mann stirbt. Der geständige Täter muss sieben Jahre und acht Monate ins Gefängnis.

shz.de von
erstellt am 02.Mär.2015 | 11:38 Uhr

Berlin | Rund ein halbes Jahr nach einem tödlichen Messerangriff am Berliner Alexanderplatz hat das Landgericht in der Hauptstadt den Täter zu sieben Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt. Der 19-Jährige sei des Totschlags schuldig, entschieden die Richter am Montag.

Die Tat im Zentrum der Hauptstadt hatte bundesweit Schlagzeilen gemacht, da sie offenbar aus nichtigem Anlass erfolgt war. Im August 2014 hatte der damals 18-jährige Angreifer dem 30 Jahre alten Opfer ein langes Messer in die Herzgegend gerammt. Der Bademeister verblutete. Zuvor hatte der 30-Jährige einen Streit schlichten wollen. Der 19-Jährige hatte im Prozess verlesen lassen, er habe vor der Tat drei Tage lang nicht geschlafen und verschiedene Drogen genommen, als er auf die andere Gruppe traf und es zum Streit kam. Er habe das Messer reflexartig gezogen, als der 30-Jährige auf ihn zukam. Sie hätten sich gegenseitig beschimpft. Er habe dem Unbekannten aber nur in den Arm stechen wollen. Sein Opfer kannte er nicht. „Es tut mir unendlich leid“, zitierte die Verteidigerin aus der Erklärung ihres Mandanten. „Ich kann es immer noch nicht fassen, dass durch meine Schuld ein Mensch gestorben ist.“ Die Staatsanwaltschaft hatte dafür plädiert, den Mann wegen Mordes zu verurteilen.

Rund um den Alexanderplatz ist schon mehrfach zu brutalen Gewalttaten gekommen. 2012 wurde dort der 20-jährige Jonny K. von mehreren jungen Männern niedergeprügelt, der junge Berliner starb wenig später an Gehirnblutungen. Auch nach dem Tod des 30-Jährigen hatte bereits eine Debatte über mehr Sicherheit in Berlin eingesetzt.

 

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