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EU : Berlin für weitere EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei

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Die scheidende Bundesregierung spricht sich nach einem Medienbericht für weitere EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei aus. Darauf hätten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Guido Westerwelle (FDP) verständigt, meldet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel.

Die Deutschen hätten wegen der Polizeigewalt gegen Demonstranten im Istanbuler Gezi-Park zunächst eine Beitrittskonferenz zur Regionalpolitik blockiert. Beim EU-Außenministertreffen Anfang der Woche wolle man nun den Gesprächen jedoch zustimmen. Das Auswärtige Amt wollte dazu nicht konkret Stellung nehmen.

Laut Spiegel ist das Westerwelle-Ministerium inzwischen zu der Einschätzung gekommen, dass die Vorfälle um den Gezi-Park in der Türkei zu einer intensiveren Diskussion über das Verständnis von Meinungs- und Versammlungsfreiheit geführt hätten. Außerdem habe es in der Türkei Entwicklungen in die richtige Richtung gegeben - etwa mit dem von Regierungschef Recep Tayyip Erdogan angekündigten Demokratiepaket. Die Deutschen wollten in der EU zudem durchsetzen, dass schneller als geplant über die Innen- und Justizpolitik mit der Türkei geredet wird.

Im Vergleich zu Außenminister Westerwelle hatte sich die Bundeskanzlerin beim Thema EU-Beitritt der Türkei bislang deutlich skeptischer gezeigt. Die Union verlangt unter anderem, dass die Türkei ihre Blockadehaltung gegenüber dem EU-Land Zypern aufgibt. Im Norden der seit 1974 geteilten Mittelmeerinsel gibt es die nur von der Türkei anerkannte Türkische Republik Nordzypern.

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erstellt am 20.Okt.2013 | 13:53 Uhr

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