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Front National : Bericht: Marine Le Pen zahlt unrechtmäßig kassierte EU-Mittel nicht zurück

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Die Rechtspopulistin soll EU-Mittel an Partei-Mitarbeiter in Frankreich weitergegeben haben. Das EU-Parlamenht droht mit Kürzung der Bezüge.

Paris | Die französische Rechtspopulistin und Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen lehnt es nach einem Medienbericht ab, gut 298.000 Euro fristgerecht an das Europaparlament zurückzuzahlen. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch unter Berufung auf die Vorsitzende der rechtsextremen Front National (FN) und den FN-Schatzmeister Wallerand de Saint-Just.

Marine Le Pen tritt bei der französischen Präsidentenwahl im Frühjahr als Kandidatin an. Nach Umfragen hat sie Chancen, in den entscheidenden zweiten Wahlgang im Mai zu gelangen.

Das Parlament hatte moniert, dass Mitarbeiter von Le Pens Partei regelwidrig aus Mitteln der europäischen Volksvertretung bezahlt wurden. Die Rückzahlungsfrist war am Dienstagabend abgelaufen. Eine weitere Rückzahlung von knapp 42.000 Euro wird nach Angaben aus Parlamentskreisen bis zum 28. Februar fällig. Sollte Le Pen nicht zahlen, könnten ihr die Bezüge gekürzt werden.

Die rechtsextreme Partei wird schon länger verdächtigt, EU-Geld für Assistenten von Europaabgeordneten bezogen zu haben, obwohl diese anscheinend für die Partei in Frankreich arbeiteten. Die französische Justiz hatte Anfang Januar Ermittlungen in der Sache bestätigt.

Le Pens Vater Jean-Marie hatte bereits ähnliche Schwierigkeiten mit dem Europaparlament. Auch von ihm forderte das Parlament 320.000 Euro zurück, die regelwidrig zur Beschäftigung von Mitarbeitern ausgegeben worden sein sollen. Weil Le Pen senior nicht zahlte, behielt das Parlament 2016 einen Teil seiner Bezüge ein.

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erstellt am 01.Feb.2017 | 08:32 Uhr

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