Rock am Ring : Bericht: Männer vor Festival-Terroralarm bei Kontrolle aufgefallen

Rund 87.000 Menschen hatten bei „Rock am Ring“ trotz der Terrorwarnung ein ausgelassenes Fest gefeiert.
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Rund 87.000 Menschen hatten bei „Rock am Ring“ trotz der Terrorwarnung ein ausgelassenes Fest gefeiert.

Die Männer waren von einem kurzfristig zur Aushilfe eingesetzten Subunternehmer an den Ring geschickt worden.

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06. Juni 2017, 07:48 Uhr

Nürburg/Koblenz | Auf die mögliche Terrorgefahr beim Festival „Rock am Ring“ soll die Polizei einem Medienbericht zufolge bei einer Verkehrskontrolle gestoßen sein. Zwei offenbar aus Syrien stammende Männer seien dabei am Donnerstag in Koblenz ins Visier der Ermittler geraten, berichtete die dort erscheinende „Rhein-Zeitung“ und berief sich auf Sicherheitskreise.

Den Beamten sei aufgefallen, dass die Männer Bändchen trugen, mit denen sie uneingeschränkten Zugang zum Festivalgelände auf dem Nürburgring gehabt hätten. Es habe sich dann herausgestellt, dass ihre Namen nicht zu den Personallisten gepasst hätten, die der Veranstalter den Behörden zwecks Sicherheitsüberprüfung gegeben habe.

Deswegen habe eine Gefahr nicht ausgeschlossen werden können. Die weiteren Ermittlungen hätten ergeben, dass die Männer von einem kurzfristig zur Aushilfe eingesetzten Subunternehmer an den Ring geschickt worden seien „und zur Vorbereitung eines möglichen Attentats keine lange Vorbereitungszeit gehabt hätten“.

Wegen des Terroralarms war das Festival am Freitag unterbrochen worden, bevor es dann am Samstag fortgesetzt wurde. Die Polizei ermittelt gegen insgesamt drei Männer. Einen konkreten Tatverdacht gibt es laut Polizei derzeit nicht, über mindestens einen der Verdächtigen gebe es „deutliche Erkenntnisse im Bereich des islamistisch geprägten Terrorismus“.

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