Einsatz in Afrika : Bericht: Extremes Klima in Mali legt Bundeswehr-Fahrzeuge lahm

Ein deutscher Blauhelmsoldat in Mali. In dem westafrikanischen Land herrschen extreme Temperaturen.
Ein deutscher Blauhelmsoldat in Mali. In dem westafrikanischen Land herrschen extreme Temperaturen.

Die Bedingungen bringen die Technik an die Belastungsgrenze. Die Hälfte sei derzeit nicht einsatzbereit.

shz.de von
19. April 2017, 11:41 Uhr

Berlin | Bei ihrem Einsatz in Mali leidet die Bundeswehr nach einem Zeitungsbericht unter dem extremen Klima in dem afrikanischen Land. Die Hälfte ihrer Fahrzeuge sei derzeit nicht einsatzbereit, schreibt die Tageszeitung „Die Welt“. Die Fahrzeuge seien nach einer technischen Überprüfung vorläufig stillgelegt worden. Hitze bis zu 50 Grad Celsius, Staub und steinige Pisten setzten den Fahrzeugen zu. Hinzu kämen die schleppende Ersatzteilversorgung aus Deutschland und die unterdimensionierte Fahrzeuginstandsetzung im Camp Castor in Gao.

Verzögerungen, Pannen, Skandale: Immer wieder hat es in der Historie der Bundeswehr Rüstungsprojekte gegeben, die in der Öffentlichkeit kein gutes Bild der Landesverteidigung abgegeben haben.

Die Bundeswehr unterstützt dort die UN-Mission Minusma, die sich in Mali für eine Stabilisierung des von ethnischen Konflikten und Terrorismus bedrohten Staates engagiert. Vonseiten der Führung des deutschen Kontingents hieß es, die Auftragserfüllung gegenüber den Vereinten Nationen sei sichergestellt. „Die Einsatzbedingungen führen uns aber regelmäßig an die technische Belastungsgrenze.“

Für den Kampfhubschrauber Tiger, der am 1. Mai einsatzbereit gemeldet werden soll, fehlt dem Bericht zufolge noch eine Sonderfreigabe zum Flug unter hohen Temperaturen. Derzeit gelte eine Grenze von 43,26 Grad Celsius. Überstiegen die Temperaturen vor Ort diesen Wert, dürfe der Hubschrauber nicht starten. Beantragt sei eine Sondergenehmigung für den Einsatz bis 48,26 Grad Celsius.

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