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Kampf gegen ISIS : Bellende Clinton zerstört „Bromance“ zwischen Trump und Putin

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Donald Trump sorgt dafür, dass Wladimir Putin einen Lachanfall bekommt – allerdings nur in einem Video. Die Realität sieht anders aus.

Es hätte vielleicht eine große Männer-Freundschaft werden können. Doch nun hat US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump seine Chancen verspielt, den russischen Präsidentin Wladimir Putin als Unterstützer zu gewinnen – mit einem einzigen Video.

Donald Trump wird mit hoher Wahrscheinlichkeit der Kandidat der Republikaner im Kampf um die Nachfolge von US-Präsident Barack Obama. Er hat die Gunst vieler Amerikaner auf seiner Seite, fällt aber immer wieder mit Entgleisungen auf.

Den kurzen Spot veröffentlichte Trump auf seinem Instragram-Account. Eigentlich sollte der Film seine mutmaßliche demokratische Konkurrentin Hillary Clinton im Rennen um das Weiße Haus schwächen. Doch auch Putin kommt darin nicht gut weg. Das Video zeigt Putin als Judoka im Kampf mit einem IS-Terroristen, dann eine wie ein Hündchen bellende Hillary Clinton und schließlich Putin, der sich darüber laut lachend amüsiert.

Is this what we want for a President?

Ein von Donald J. Trump (@realdonaldtrump) gepostetes Video am

Der Kreml reagierte wenig begeistert: Trump dämonisiere Putin gezielt. „Ich weiß nicht, ob Wladimir Putin den Clip gesehen hat, aber ich habe ihn gesehen“, sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow laut Reuters bei einem Gespräch mit Reportern. „Und mein Eindruck ist negativ.“ Er sagte weiter: „Es ist ein offenes Geheimnis, dass es im US-Wahlkampf zum guten Ton gehört, Russland, und alles, was mit uns verbunden wird, zu verteufeln. Wir bedauern dies und würden uns einen Wahlkampf wünschen, der ohne solche Erwähnungen auskäme.“

Bislang hatten sich Trump und Putin eher lobend übereinander geäußert. In seinem Jahresend-Interview hatte Putin Trump als als brillant und zweifellos talentiert gelobt. Trump sagte daraufhin im Gespräch mit dem Sender ABC, wenn der russische Präsident ihn brillant finde, „dann akzeptiere ich das im Namen unseres Landes“. Weiter erklärte Trump, dass die „Wiederherstellung des Weltfriedens“ könne nur von einer Zusammenarbeit der beiden Länder profitieren. Die US-Medien hatten daraufhin über eine „Bromance“ (Wortspiel aus „brother“ und „romance“), also quasi einer Männerfreundschaft der beiden gespöttelt. Die drüfte nun erst einmal auf Eis gelegt sein.

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erstellt am 18.Mär.2016 | 13:57 Uhr

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