Belgien nach Terror-Razzia im Alarmzustand

shz.de von
16. Januar 2015, 12:57 Uhr

Eine Woche nach den Terrormorden in Paris ist das Nachbarland Belgien im Alarmzustand. Dort konnten die Sicherheitsbehörden nach eigenen Angaben einen schweren Anschlag gerade noch verhindern. Mutmaßliche Dschihadisten planten laut Staatsanwaltschaft mit schweren Waffen und Sprengstoff einen größeren Anschlag auf die Polizei. Polizisten hatten die zwei Männer im ostbelgischen Verviers nahe der deutschen Grenzen getötet, einen weiteren festgenommen. Außerdem gehörten mindestens 13 Verdächtige zu der gesprengten Terrorzelle, so die Brüsseler Staatsanwaltschaft weiter. „Diese Gruppe wollte Polizisten auf der Straße oder in Kommissariaten töten“, sagte Staatsanwalt Eric van der Sypt. Mehrere Mitglieder seien im Syrienkrieg gewesen. Die Behörden riefen für Belgien die zweithöchste Terrorwarnstufe aus. Der Staatsanwalt sprach von zwölf Hausdurchsuchungen. In Verviers fanden die Beamten unter anderem Sturmgewehre vom Typ Kalaschnikow AK47, Munition, Sprengstoffe, Sprechfunkgeräte und Polizeiuniformen. „Der Einsatz diente dazu, eine Terrorzelle und ihr logistisches Netzwerk zu zerschlagen“, sagte der Staatsanwalt. Verbindungen zu den Anschlägen in Frankreich gebe es auf den ersten Blick nicht.

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