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Politik

17. Oktober 2017 | 19:51 Uhr

Bargeld stirbt aus

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2014 | 13:26 Uhr

Die Schlange an der Supermarkt-Kasse kann bald noch länger werden. Nicht, weil von sieben Zahlstellen meist nur eine geöffnet ist, sondern weil es Bestrebungen gibt, Bargeld abzuschaffen. Dann ist es nicht mehr die Ausnahme, wenn jemand den 2,15-Euro-Einkauf per Karte zahlen will, sondern aus dem Sonderfall wird die Regel. Statistiken zeigen, dass in den 90er-Jahren 80 Prozent der Einkäufe bar beglichen wurden. Derzeit sind es gut 50 Prozent. In Schweden gibt es schon Kirchen, die die Kollekte per Karte sammeln.

„War on cash“, heißt der Schlachtruf von Banken- und Kreditkarten-Firmen, die an dem Plastikgeld prächtig verdienen. Wissenschaftler wollen ermittelt haben, dass sich auf jeder Banknote 26 000 Bakterien aufhalten. Ein weiteres Argument gegen das Bargeld lautet: Es sei „das Blut in den Adern der Kriminalität“, wie es ein Polizeipräsident in einem poetischen Anflug formulierte. Als ob es nicht reichlich Missbrauch mit Kreditkarten gäbe. Vielleicht bald auch von staatlicher Seite, denn Bargeld bedeutet Freiheit, über elektronische Zahlung dagegen lässt sich der Untertan bestens kontrollieren.

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