Litauen, Estland und Lettland : Baltische Länder drängen auf weiteren Schutz durch Nato und USA

Deutsche Soldaten haben an einer Militärübung im litauischen Klaipeda teilgenommen.

Deutsche Soldaten haben an einer Militärübung im litauischen Klaipeda teilgenommen.

Litauen, Estland und Lettland wollen in der Verteidigung künftig enger zusammenarbeiten.

shz.de von
24. Mai 2018, 21:18 Uhr

Vilnius | Die baltischen Länder Litauen, Estland und Lettland wollen in der Verteidigung künftig enger zusammenarbeiten und drängen auf weiteren Schutz durch die Nato und die USA. Darauf verständigten sich die Verteidigungsminister der drei EU- und Nato-Mitglieder bei einem Treffen am Donnerstag in der litauischen Hafenstadt Klaipeda. „Wir müssen die Fortsetzung der eingeleiteten Sicherheitsinitiativen sicherstellen“, wurde der litauische Verteidigungsminister Raimundas Karoblis in einer Mitteilung seines Ministeriums zitiert. Im Vorfeld des Nato-Gipfels sei die Hauptaufgabe, eine anhaltende Aufmerksamkeit des Bündnisses für seine Ostflanke sicherzustellen.

Dauerhafte US-Militärpräsenz

Auch vereinbarten die drei Minister, sich für eine dauerhafte US-Militärpräsenz in den baltischen Staaten einzusetzen.
Als Reaktion auf die wachsenden Spannungen mit Russland hatte die Nato im Juli 2016 die Entsendung von je etwa 1000 Soldaten in die drei baltischen Staaten und nach Polen beschlossen. Tallinn, Riga und Vilnius möchten gerne noch mehr Rückendeckung und wollen dies auf dem Nato-Gipfel im Juli in Brüssel auch deutlich machen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen