Gesundheit : Bahr: Kassen müssen Krankmeldungen genau prüfen

Bundesgesundheitsminister Bahr (FDP) will eine genauere Prüfung von Krankmeldungen seitens der Kassen.
Bundesgesundheitsminister Bahr (FDP) will eine genauere Prüfung von Krankmeldungen seitens der Kassen.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will es den gesetzlichen Krankenkassen erschweren, krankgeschriebene Menschen an den Arbeitsplatz zurückzuschicken.

shz.de von
01. September 2013, 11:37 Uhr

«Natürlich müssen die Kassen nachprüfen, ob hinter einer Krankmeldung auch wirklich eine Krankheit steckt», sagte er der «Welt» (Montag). «Falls Krankschreibungen pauschal, massenhaft und nur nach Durchsicht der Akten zurückgewiesen werden, dann ist das nicht in Ordnung.» Bahr sprach sich dafür aus, in Zweifelsfällen genaue Untersuchungen zur Pflicht zu machen. «Jeder Einzelfall muss gewürdigt werden.»

Im vergangenen Jahr urteilten Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) bundesweit mehr als 230 000 Mal, dass krankgeschriebene Arbeitnehmer gar nicht mehr arbeitsunfähig seien - in 16 Prozent der untersuchten Fälle. Die Zahl der vom MDK geprüften Krankschreibungen sank zwar leicht von 1,54 Millionen Fälle im Vorjahr auf 1,47 Millionen. Die Entscheidung, eine attestierte Arbeitsunfähigkeit aufzuheben, fällt dann aber die Kasse. Daten dazu fehlen laut Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

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