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Ex-FBI-Chef : Aussage von James Comey vor Aufsichtssausschuss verschoben

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Vor einer öffentlichen Aussage will der entlassene FBI-Chef mit dem Sonderermittler zur Russland-Affäre sprechen.

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2017 | 07:10 Uhr

Washington | Der entlassene FBI-Chef James Comey sagt vorerst nicht vor dem Aufsichtsausschuss des US-Repräsentantenhauses aus. Vor einer öffentlichen Aussage wolle Comey mit dem Sonderermittler zur Russland-Affäre, Robert Mueller, sprechen, schrieb der Vorsitzende des Ausschusses, der republikanische Abgeordnete Jason Chaffetz, am Montag auf Twitter. Das habe Comey ihm gesagt. Eine für Mittwoch geplante Sitzung mit dem Titel „Aufsicht über die Unabhängigkeit des FBI“ sei verschoben worden - auf wann, sagte Chaffetz nicht.

Der frühere FBI-Chef James Comey hatte am 20. März Ermittlungen aufgenommen, die sich mit möglicher Einflussnahme Russlands auf die US-Präsidentschaftswahl im November vergangenen Jahres beschäftigen. Trump hatte die Aufnahme der Untersuchungen verurteilt. Er entließ Comey am 10. Mai. Inzwischen beschäftigt sich mit Comeys Amtsvorgänger Robert Mueller ein Sonderermittler mit dem Fall.

Vor dem Geheimdienstausschuss des Senats will Comey nach dem 29. Mai in öffentlicher Sitzung aussagen. US-Präsident Donald Trump hatte Comey gefeuert und sieht sich Vorwürfen ausgesetzt, er habe damit die Russland-Ermittlungen der US-Bundespolizei FBI untergraben wollen. Dabei geht es um eine mutmaßliche Einmischung Russlands in die US-Präsidentenwahl vom vergangenen Jahr sowie um mögliche Absprachen zwischen Russland und Trumps Wahlkampfteam.

Die Russland-Affäre bekommt unterdessen neues Futter. So soll Trump nach einem Bericht der Zeitung „Washington Post“ zwei hochrangige Geheimdienstchefs gebeten haben, ihn öffentlich von Vorwürfen der Russland-Verstrickung freizusprechen. Sowohl der Chef der National Security Agency (NSA), Michael Rogers, als auch der Nationale Geheimdienstdirektor Dan Coats hätten die Bitten zurückgewiesen, berichtete die „Washington Post“ am Montag (Ortszeit) unter Berufung auf ehemalige und gegenwärtige Regierungsmitarbeiter. Ähnlich berichtete CNN.

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