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Schuldenkrise in Griechenland : Athen zahlt IWF-Kredit fristgemäß zurück

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Griechenland hat einen Kredit an den Internationalen Währungsfonds am Donnerstag überwiesen. Die Gespräche über eine Lockerung des Lebensmittel-Boykotts in Russland gehen weiter.

Athen | Griechenland hat am Donnerstag fristgemäß einen Kredit von rund 450 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgezahlt. Das meldete die griechische halbamtliche Nachrichtenagentur ANA-MPA unter Berufung auf Kreise des Finanzministeriums.

Ohne rasche Hilfen droht Griechenland schon bald der Staatsbankrott. Die Euro-Partner und der IWF (Internationaler Währungsfonds) haben Kredite von 7,2 Milliarden Euro auf Eis gelegt, weil viele Reformauflagen nicht erfüllt sind. Die bisherigen Hilfen für Griechenland belaufen sich auf 240 Milliarden Euro, etwa 55 Milliarden Euro entfallen auf Deutschland.

Zuvor hatten Ministeriumskreise in Athen auch der Deutschen Presse-Agentur bestätigt, dass die Rückzahlung am Donnerstag pünktlich erfolgt. „Keine Sorge. Das Geld ist da. Wir werden es heute überweisen“, hieß es. 

Unterdessen gehen in Russland die Gespräche weiter. Nach seinem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin setzt der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras in Moskau seine Gespräche über einen Neustart der Beziehungen zu Russland fort.

Geplant sind an diesem Donnerstag Verhandlungen mit der russischen Regierung über eine mögliche Lockerung des Kreml-Boykotts von Lebensmitteln aus dem EU-Land. Tsipras will erreichen, dass die unter dem Embargo leidenden griechischen Bauern ihre Agrarprodukte bald wieder auf dem großen russischen Markt absetzen können.

Präsident Putin hatte eine Aufhebung des Boykotts am Vortag wegen der EU-Sanktionen gegen Russland im Ukraine-Konflikt abgelehnt.

Allerdings stellte er für die Griechen mögliche Erleichterungen in Aussicht. Die russische Regierung hatte mitgeteilt, dazu mit Tsipras an diesem Donnerstag Lösungsvorschläge zu besprechen.

Die linke griechische Regierungschef wollte am Vormittag zunächst eine Rede vor Studenten der Moskauer Diplomaten-Hochschule MGIMO halten. Am Nachmittag war ein Treffen mit dem Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill, geplant. Die Christen in Russland und Griechenland feiern an diesem Wochenende das orthodoxe Osterfest.

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erstellt am 09.Apr.2015 | 10:56 Uhr

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