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Assange zurück im Scheinwerferlicht

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 18.Aug.2014 | 16:12 Uhr

Der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange (Foto), will nach zwei Jahren nicht mehr länger in der ecuadorianischen Botschaft in London bleiben. „Ich werde die Botschaft bald verlassen“, kündigte der 43-Jährige gestern auf einer Pressekonferenz in der Botschaft an. Einen konkreten Zeitpunkt oder genaue Pläne nannte der Australier nicht. Assange sei aber nicht bereit, sich zu stellen, betonte ein Wikileaks-Sprecher. Ein Durchbruch in der politisch festgefahrenen Lage zeichnete sich ebenfalls nicht ab: Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño erklärte, sein Land bemühe sich weiter um eine diplomatische Lösung. Zuletzt hatte es Gerüchte über eine Erkrankung Assanges gegeben. Konkret äußerte sich dieser nicht dazu. Assange sagte lediglich, die Botschaft sei mangels Bewegungsmöglichkeiten ein Umfeld, „in dem jede gesunde Person mit der Zeit einige Schwierigkeiten bekäme“.

Der Wikileaks-Gründer war am 19. Juni 2012 in die ecuadorianische Botschaft in London geflüchtet, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen. Dort wollen Behörden ihn zu Vorwürfen sexueller Vergehen befragen. Assange befürchtet, an die USA ausgeliefert zu werden, wenn er die Botschaft verlässt. Wikileaks hatte unter anderem Berichte aus dem Irak-Krieg und Tausende Geheimdepeschen der USA veröffentlicht. Assange betonte, dass in den USA gegen ihn ermittelt werde.

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