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Krieg in Syrien : Assad-Truppen nehmen Altstadt von Aleppo ein

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Seit Beginn der Offensive der Regierungstruppen im November haben die Rebellen massiv an Boden verloren – ihr Widerstand schwindet.

shz.de von
erstellt am 07.Dez.2016 | 09:40 Uhr

Aleppo | Der Widerstand der Rebellen in der heftig umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo bricht immer mehr zusammen. Regierungstruppen hätten die gesamte Altstadt Aleppos unter Kontrolle gebracht, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch. Die Rebellen waren demnach zu einem Rückzug aus dem Gebiet gezwungen, weil sie Gefahr liefen, eingekesselt zu werden.

Die frühere Handelsmetropole zählt im fast sechs Jahre dauernden Bürgerkrieg zu den umkämpftesten Gebieten. Heftige Gefechte und Luftangriffe haben eine Massenflucht in Ost-Aleppo ausgelöst. Die Menschenrechtsbeobachter erklärten, seit Mitte November hätten rund 80.000 Menschen ihre Häuser in den Rebellengebieten verlassen.

Bereits am Dienstag hatten die Armee und ihre Verbündeten das strategisch wichtige Viertel Al-Schaar eingenommen. Seit dem Beginn der Offensive der Regierungstruppen und ihrer Verbündeten im November haben die Rebellen nach Angaben der Menschenrechtler mehr als 70 Prozent ihres bisherigen Gebiets in Ost-Aleppo verloren.

Aus Regierungskreisen hieß es, es gebe Verhandlungen der syrischen und russischen Armee mit Rebellen über einen Abzug der oppositionellen Milizen aus Aleppo. Von Seiten der Rebellen gab es dazu keine Bestätigung. Damaskus will einer neuen Waffenruhe erst zustimmen, wenn die bewaffneten Regimegegner Aleppo verlassen haben.

Die Rebellenmilizen schlugen eine neue fünftägige Feuerpause vor, damit Verletzte und Zivilisten aus der Stadt gebracht werden könnten. Erst wenn sich die humanitäre Lage verbessert habe, könne über eine Zukunft der Stadt verhandelt werden, hieß es in einer Erklärung. Syriens Führung lehnte dies ab. „Wir werden keine Waffenruhe akzeptieren“, sagte der syrische Parlamentsabgeordnete aus Aleppo, Fares Schehabi, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Sie (die Rebellen) müssen zuerst abziehen. Wenn sie nicht abziehen, werden wir unsere Angriffe fortsetzen.“ Schehabi bezeichnete die Rebellen als einen „Haufen Lügner“, die die Waffenruhe nutzen wollten, um ihre Stellungen zu verstärken.

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