zur Navigation springen

Geplanter Bundeswehr-Einsatz : Assad, IS, Russland: Wer kämpft in Syrien gegen wen?

vom
Aus der Onlineredaktion

Regierungstruppen, Opposition, Terrormilizen und Verbündete: Die Lage in Syrien ist unübersichtlich. shz.de mit einem Überblick.

shz.de von
erstellt am 30.Nov.2015 | 16:05 Uhr

Berlin/Damaskus | Seit vier Jahren wird in Syrien gekämpft. Paris erwägt nun eine Kooperation mit den Bodentruppen von Syriens Machthaber Baschar-al-Assad. Deutschland steht Frankreich beiseite und hatte nach den Anschlägen in Paris „jedwede Unterstützung“ zugesagt. Auch Verteidigunsministerin Ursula von der Leyen muss nun darüber nachdenken, ob eine Kooperation mit Kriegsverbrecher Assad helfen kann, den Terror des Islamischen Staates einzudämmen – ein „politisches Zweckbündnis auf Zeit“, wie Leyen gegenüber der „Bild“-Zeitung sagte. Doch wer kämpft in Syrien eigentlich gegen wen und mit welchen Interessen?

Deutschland steigt militärisch in einen schwierig zu lösenden Konflikt ein. Einige Länder und Gruppen kämpfen bereits in Syrien – mit ungewissem Ausgang.

 

– Assad-Unterstützer –

 

Syrische Regierungstruppen

Als 2011 die arabischen Aufstände ausbrachen, schien auch das Ende von Baschar al-Assad gekommen. Doch Syriens Präsident konnte sich bis heute im Amt halten. Im multikonfessionellen Syrien sehen viele den 50-Jährigen als Beschützer vor Radikalen, insbesondere der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Assad profitiert auch von dem Ruf, sein Regime biete dem verhassten Nachbarn Israel die Stirn. Zudem hat er von seinem Vater Hafis die Herrschaftstechnik gelernt, brutal gegen jeden Widerstand vorzugehen.

So ließ Assad die friedlichen Demonstrationen in Syrien von Anfang an niederprügeln. Dabei hatten sich mit ihm viele Hoffnungen verbunden, als er nach dem Tod seines Vaters im Jahr 2000 die Macht übernahm. Der „Damaszener Frühling“ erlaubte für kurze Zeit mehr politische Freiheiten - ehe das wegen Folter und seiner zahlreichen Geheimdienste gefürchtete Regime die Fesseln wieder anzog.

Experten streiten sich, ob Assad noch der wirkliche Machthaber in Damaskus ist. Sein Regime besteht aus einer politischen Elite, die vor allem von der religiösen Minderheit der Alawiten bestimmt wird und von außen nur schwer zu durchschauen ist. Berühmt-berüchtigt ist Assads Cousin Rami Machluf, der als Inhaber des syrischen Mobilfunkunternehmens zum reichsten Mann des Landes aufstieg.

Assads Truppen haben in den vergangenen Monaten schwere Rückschläge hinnehmen müssen. So verloren sie fast die gesamte nordsyrische Provinz Idlib an ein Rebellenbündnis, das seitdem auch die Hochburg des Regimes um die Küstenstadt Latakia bedroht. Der IS wiederum vertrieb die Armee aus der historischen Wüstenstadt Palmyra.

Dass die Kräfte der Assad-Anhänger ausgelaugt sind, zeigt sich auch daran, dass das Regime immer größere Probleme hat, Kämpfer zu rekrutieren. Auch mit russischer Hilfe werden Assads Truppen zu schwach bleiben, um den Bürgerkrieg militärisch zu gewinnen. Der Armee gehören rund 80.000 Soldaten an.

Hisbollah

Mitglieder der islamistischen Hisbollah bei einer Demonstration im Süden des Libanon.
Mitglieder der islamistischen Hisbollah bei einer Demonstration im Süden des Libanon. Foto: Hassan Bahsoun/Archiv dpa
 

Die Hisbollah ist eine religiöse Partei der Schiiten und wurde im Libanon gegründet. Die islamistische Miliz kämpft seit Jahrzehnten gegen Israel und wird seit einigen Jahren durch den Iran unterstützt. Da der Iran ein wichtiger Bündnispartner von Assad ist, stehen auch Hisbollah-Kämpfer an der Seite der syrischen Regierungstruppen. Insgesamt sollen es rund 6000 sein.

Russland

Russlands Präsident Wladimir Putin unterstützt Assad schon lange mit Waffen und ist Syriens Schutzmacht. Seit Ende September fliegt die russische Luftwaffe auch Angriffe auf den IS und die Rebellen. Damit hat ein neuer mächtiger Akteur in den mehr als vier Jahre dauernden Bürgerkrieg eingegriffen - für Syrien-Experten eine äußerst bedeutende Entwicklung. Moskau betreibt ebenfalls eine Basis im Land. Zusammen mit Frankreich soll der IS verstärkt angegriffen werden. Als Grund wird unter anderem der Absturz eines russischen Ferienfliegers genannt, der über der Sinai-Halbinsel offenbar durch eine Bombe zur Explosion gebracht wurde. Der IS bekannte sich zu dem Anschlag.

Russland erklärte, seine Jets hätten im Rahmen des Anti-Terror-Kampfes den Islamischen Staat angegriffen. Doch zahlreiche syrische Aktivisten bestreiten das. Nach ihrer Darstellung attackierte die russische Luftwaffe etwa mehrere Ziele nördlich der Stadt Homs sowie in der Provinz Idlib. Diese Gebiete stehen nicht unter Kontrolle des IS, sondern werden von verschiedenen gemäßigten und radikalen Rebellen beherrscht, die mit ihm verfeindet sind.

Iran

Der Iran verfolgt den Konflikt in Syrien mit großem Eigeninteresse. Zunächst bildet Syrien als Nachbarland zum Libanon und dem Iran einen wichtigen Korridor für die iranische Unterstützung der Hisbollah. Außerdem ist Syrien ein Puffer zum verfeindeten Israel. Für Präsident Hassan Rohani ist klar: Assad muss bleiben, um die Terroristen zu bekämpfen. Zugleich machte Rohani klar, dass er nicht mit Regierungen kooperiere, denen der Sturz des syrischen Machthabers wichtiger sei, als der Kampf gegen den Terrorismus (IS und Nusra-Front). Auch die Opposition, die gegen das Regime kämpft, ist dem Iran ein Dorn im Auge. Die Rebellengruppen werden teilweise vom Westen, aber auch von der Türkei und den Golfstaaten unterstützt.

Gegen den IS arbeitet der Iran bereits mit dem Irak, Russland und Syrien zusammen. Der Iran fordert in einem Vier-Punkte-Programm, das bereits aus dem Jahr 2014 stammt, den sofortigen Waffenstillstand, eine Regierung der nationalen Einheit, Schutzrechte für Minderheiten in der Verfassung sowie Wahlen unter internationaler Beobachtung.

– Assad-Gegner –

Der Islamische Staat (IS)

Der IS-Terror zeigt sein wahres Gesicht: Eine Massenhinrichtung.
Der IS-Terror zeigt sein wahres Gesicht: Eine Massenhinrichtung in Syrien. Foto: Screencapture
 

2013 aus der irakischen Al-Kaida-Zelle hervorgegangen, kämpft die Terror-Organisation gegen Schiiten im Irak und Syrien. Dabei nutzte die Terrororganisation die Unruhen im politisch instabilen Syrien während dem arabischen Frühling. Die Gruppe hat zum Ziel, einen Gottesstaat zu errichten und hat dies in eroberten Gebieten in Syrien und dem Irak bereits getan. Als Hochburg des IS gilt die nordirakische Stadt Mossul. Anführer ist Abu Bakr al-Baghdadi. Der IS finanziert sich aus Spenden und Erlösen aus Ölquellen. Zusätzlich beschaffen sie sich Geld durch Menschenschmuggel. Außerdem verschleppt der IS zahlreich Menschen und fordert Lösegelder. Immer wieder werden Geiseln getötet. Die Luftangriffe und die kurdischen Bodentruppen haben dem IS bislang den größten Schaden zugefügt. 20.000 Kämpfer sollen auf Seiten des IS stehen. Die Waffen besorgen sich die Terroristen auf dem Schwarzmarkt. In Mossul hatten die IS-Kämpfer im Juli 2014 einen Großteil des Arsenals der irakischen Armee, die von den USA ausgerüstet wurde, erbeutet. Darunter 2300 gepanzerte Geländewagen vom Typ Humvee. So verfügt der IS über professionelles Equipment. Der IS ist das erklärte Ziel der meisten Beteiligten in dem Konflikt.

Freie Syrische Armee (FSA)

Viele syrische Rebellen hoffen, mit Hilfe eines US-Militäreinsatzes das Assad-Regime vertreiben zu können.
Viele syrische Rebellen hoffen, mit Hilfe eines US-Militäreinsatzes das Assad-Regime vertreiben zu können. Foto: Abdurrarhman Al Sherif/Anadolu
 

Abtrünnige Offiziere der syrischen Streikräfte gründeten schon kurz nach Beginn der Zerschlagung der Proteste in Syrien die Freie Syrische Armee. Die Rebellen-Armee hat den Sturz Assads zum Ziel. Die Führung arbeitet mit der oppositionellen Gegenregierung im Ausland zusammen. Die Kämpfer und Kommandeure der FSA, mehrheitlich Sunniten, waren anfangs die wichtigste Oppositionskraft. Der Westen unterstützt die Armee mit Waffen und Ausrüstung. Zunehmend werden auch die radikalen Sunniten-Milizen vor allem aus dem arabischen und türkischen Raum unterstützt. Die FSA nimmt nachweislich Minderjährige als Kindersoldaten auf. Eine Vielzahl an Zivilisten kämpft in der FSA, um ihre jeweiligen Heimatorte zu verteidigen. 45.000 Mann sollen der Truppe angehören.

Radikale Sunniten-Milizen

Die Nusra-Front, der syrische Ableger der Terrorgruppe Al-Kaida, gilt als eine der wichtigsten Sunniten-Milizen in Syrien. IS und Nusra-Front gingen beide aus der irakischen Al-Kaida-Zelle hervor. 2013 spalteten sich beide Parteien und bekämpfen sich seither. Wie auch der IS gelten im Herrschaftsgebiet der Nusra-Front fundamentalistisch-religiöse Gesetze. Die Nusra-Front wird vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen als Terrororganisation eingestuft. Zu den erklärten Zielen gehört nach der Beseitigung des Assad-Regimes die Errichtung eines am Salafismus orientierten sunnitischen islamischen Staates in Syrien. Dafür kämpfen rund 16.000 Mann.

Türkei

Präsident Recep Tayyip Erdogan wirft Russland vor, genau die Assad-Gegner zu bombadieren, mit denen der Westen zusammen zu arbeiten versucht. Erdogan ist erklärter Gegner von Assad und zögerte lange, sich am Kampf gegen den IS zu beteiligen, da diese zu den Feinden Assads zählt. Im Sommer 2015 bombardierte die Türkei IS-Stellungen und begann ebenfalls damit, die PKK-treuen Kurden anzugreifen. Zudem ist die Türkei die Schutzmacht der Turkvölker in Syrien. Diese flüchten vor der syrischen Armee und Diktator Assad. Die meisten sind sunnitischer Muslime, genau wie die Türken. 10.000 Turkmenen kämpfen gegen Assad. Auch im Irak kommen Turkmenen immer wieder zwischen die Fronten.

Die USA

Die USA setzten bei den Luftangriffen in Syrien erstmals das Kampfflugzeug F-22 „Raptor“ ein.
Die USA setzten bei den Luftangriffen in Syrien erstmals das Kampfflugzeug F-22 „Raptor“ ein. Foto: dpa
 

Amerika fliegt ebenfalls seit rund einem Jahr Luftangriffe gegen den IS, was deutlich zur Schwächung der Terrorgruppe beigetragen hat. Die USA unterstützen die weltlichen Rebellen, liefern mittlerweile Waffen und Spezialeinheiten. Zudem will Washington ein Ende des Assad-Regimes, unterstützt dessen Gegner aber kaum. Ein Programm zur Ausbildung gemäßigter Rebellen erweist sich als Flop.

Die Mehrheit der Assad-Gegner ist von der US-Politik enttäuscht. Die syrische Regierung kritisiert die US-Eingriffe. Die USA kämpften dagegen - anders als sie behaupteten - nicht wirklich gegen den IS, sagte der syrische Außenminister Walid al-Muallem. Seit dem Beginn ihres Einsatzes habe der IS weiter an Macht gewonnen, auch weil er von Ländern wie der Türkei, Saudi-Arabien, Jordanien, Katar „und anderen westlichen Ländern, die Sie kennen“ unterstützt werde.

Seit Oktober wird auch ein Einsatz von Bodentruppen diskutiert.

Frankreich

Nach den Terrorangriffen haben die Franzosen ihre Luftangriffe auf den IS verstärkt und sich mit Russland solidarisiert. Frankreich flog im September nach eigenen Angaben erstmals einen Luftangriff auf Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien. Schon lange unterstützt Präsident Hollande die weltlichen sunnitischen Rebellen in Syrien, da er ein erklärter Gegner des syrischen Machthabers Assad ist. Hollande will eine neue Anti-IS-Koalition schmieden.

Die Staatsanwaltschaft Paris hat ein Verfahren wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Syrien eröffnet. Das französische Außenministerium habe der Staatsanwaltschaft Anfang September Hinweise nach Auswertung von Zehntausenden Fotos gegeben, berichtete ein Ministeriumssprecher. Die Aufnahmen sollen unter anderem gefolterte und verhungerte Menschen zeigen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen Unbekannt.

Im Gegensatz zum Irak, wo französische Kampfjets seit einem Jahr Angriffe auf den IS fliegen, hat Paris dafür in Syrien keine Zustimmung der Regierung.

Saudi-Arabien

Der saudische König und Premierminister von Saudi-Arabien, Salman bin Abdelasis al-Saud.

Der saudische König und Premierminister von Saudi-Arabien, Salman bin Abdelasis al-Saud.

Foto: dpa

Der saudische König Salman sieht sich und sein Königreich als sunnitische Schutzmacht. Deshalb untersützt er – ebenso wie die Türkei – die ihm ideologisch nahestehenden radikalen sunnitischen Rebellen. Saudi-Arabien ist erklärter Gegner Assads. Bereits im Mai schloss das Königreich einen Pakt mit der Türkei zur Unterstützung der Rebellengruppen.

Katar

Auch Katar unterstützt die radikalen sunnitischen Gruppierungen. Das Emirat gilt als Verbündeter der Nusra-Front.

– Hauptfokus auf dem Kampf gegen den IS –

Deutschland

Bislang hat die Bundesregierung die Kurden im Nordirak unterstützt und sie mit Milan-Raketenwerfern ausgerüstet. Ausbilder der Bundeswehr trainieren die kurdischen Truppen seit September 2014. Am Dienstag entscheidet das Kabinett über eine Ausweitung der militärischen Unterstützung im Kampf gegen den IS. Aus Solidarität mit Frankreich nach den Pariser Anschlägen will Deutschland mit „Tornado“-Aufklärungsflugzeugen und einem Kriegsschiff in den Anti-IS-Kampf eingreifen. Bis zu 1200 Soldaten sollen an dem Einsatz teilnehmen. Ziel der Mission sei laut dem Mandatstext die militärische Unterstützung Frankreichs, des Irak und der von den USA geführten Internationalen Allianz gegen den IS.

Grundlage sei das Recht auf kollektive Selbstverteidigung gemäß Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen. Die Beschlussvorlage verweist demnach auf die Resolution 2249 sowie zwei frühere Resolutionen des UN-Sicherheitsrates. Darin sei wiederholt festgestellt worden, dass vom IS eine Bedrohung für den Weltfrieden und die internationale Sicherheit ausgehe. Da sich Frankreich auf die Beistandsklausel des EU-Vertrags berufen habe, finde der Einsatz der Bundeswehr im Rahmen eines „Systems kollektiver Sicherheit“ statt, wie es das Grundgesetz verlange. Der geplante Einsatz in Syrien soll nach einem Bericht des ARD-Hauptstadtstudios im kommenden Jahr 134 Millionen Euro kosten.

Die Kurden

Irakische und syrische Kurden (Volksschutzeinheiten, YPG) bekämpfen gemeinsam den IS. Dabei haben nur irakische Kurden ein festes Gebiet und eine autonome Verwaltung. Viele Kurden leben in der Türkei, dem Iran und Syrien, haben jedoch keinen eigenen Staat. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Kurdenstämme im Krieg gegen den Islamischen Staat ist unterdessen nicht einfach. Irakische Kurden sind westlich orientiert, doch viele andere stehen der verbotenen Arbeiterpartei PKK nahe, die in der Türkei als Staatsfeind gilt. Die Kurden werden durch Deutschland mit Material und Waffen unterstützt. Mit Erfolg. Der IS ist durch kurdische Streitkräfte bislang erfolgreich bekämpft worden. Dabei kooperieren sie örtlich sowohl mit Rebellen als auch mit der syrischen Armee. Die Volksschutzeinheiten beherrschen im Norden Syriens große Gebiete. Insgesamt sollen rund 65.000 Kurden im Syrien-Krieg kämpfen.

Irak

Der IS beherrscht die irakische Metropole Mossul. Der irakische Machthaber Haider al-Abadi sucht deshalb nach Verbündeten und Freiwilligen für Syrien, um den IS zu bekämpfen. Wie der Iran ist auch der Irak mehrheitlich schiitisch.

Großbritannien

Die Briten bekämpften den IS bislang nur im Irak aus der Luft. Das Parlament hat am 2. Dezember für eine Ausweitung des Einsatzes nach Syrien gestimmt. Noch in der Nacht begannen Kampfflugzeuge damit, Stellungen des IS zu bombardieren. Großbritannien hatte sich bis dahin weitgehend humanitär engagiert und für Flüchtlinge mehr als eine Milliarde Euro bereitgestellt.

Hintergrund: Wo wird in Syrien gekämpft?

Im Norden...

...sind besonders die Stadt Aleppo und ihr Umland umkämpft. Die Kontrolle über die Metropole selbst ist zwischen Regime und Rebellen geteilt. Täglich gibt es Luftangriffe auf die Gebiete der Opposition. Südlich der Stadt konnte das Regime Gebiete von gemäßigten und radikalen Brigaden zurückerobern. Östlich von Aleppo durchbrach die Armee die Belagerung eines Flughafens durch den IS.

Das Regime begann zudem nördlich der Städte Homs und Hama Offensiven gegen Rebellen. Ziel der Regierungsanhänger ist die Rückeroberung der Provinz Idlib, die von einem Bündnis verschiedener oppositioneller Gruppen kontrolliert wird. Dazu gehört auch die Al-Nusra-Front, der syrische Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida.

Im Nordosten...

...haben die kurdischen Volksschutzeinheiten die größten Teile des Grenzgebiets zur Türkei unter Kontrolle gebracht. Berichten zufolge planen sie eine Offensive auf die IS-Hochburg Al-Rakka.

In Zentralsyrien...

...gehört die von Regimegegnern gehaltene Region östlich der Haupstadt Damaskus zu den umkämpftesten Gebieten. In den vergangenen Tagen gab es wieder massive Luftangriffe. Stark ist hier vor allem die radikal-islamische Gruppe Dschaisch al-Islam. Damaskus selbst wurde bislang vom Krieg vergleichsweise verschont.

Der Osten...

...Syriens wird fast völlig vom IS kontrolliert. Gefechte gibt es hier vor allem im Nordosten zwischen Dschihadisten und Kurden.

Der Westen...

...und die Küstenregion rund um die Stadt Latakia ist neben Damaskus wichtigste Regimehochburg. Dort ist die Lage weitestgehend ruhig.

Im Süden...

...flammen immer wieder heftige Kämpfe an der Grenze zu Jordanien rund um die Stadt Daraa auf. Rund um den Ort kontrollieren gemäßigte und radikale Rebellen größere Gebiete.

 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen