Brief mit Rechtschreibfehlern Ministerin Wende in der „iPhone-Falle“

Von dpa | 05.07.2014, 10:55 Uhr

„Die Fehler ärgern uns“: Bildungsministerin Waltraud Wende hat einen offiziellen Brief mit zahlreichen Rechtschreibfehlern verschickt.

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Waltraud Wende (parteilos) hat nach einem Bericht der „Welt“ (Samstag) einen offiziellen Brief mit zahlreichen Rechtschreibfehlern verschickt. In dem Schreiben an den Finanz- und den Bildungsausschuss des Landtags, das ihre Unterschrift trägt, fänden sich auf vier knappen Seiten drei Tippfehler, drei Kommafehler, vier weitere Grammatikfehler und eine falsche Trennung, berichtet die Zeitung. In dem Brief mit Datum 2. Juli geht es um das Lehrerkräftebildungsgesetz und inwiefern sein Entstehen den Erfordernissen der Landeshaushaltsordnung entspricht.

„Das war die iPhone-Falle“, sagte Ministeriumssprecher Thomas Schunck der „Welt“. Die Ministerin habe von unterwegs unter Zeitdruck über das iPhone schnell ein paar Änderungswünsche am – fehlerfreien – Originalschreiben durchgegeben. Diese seien dann zwar eingefügt, aber nicht mehr korrigiert worden. Die Änderungen habe die Ministerin „reintelefoniert“. „Sie gibt das nur durch, jemand anderes tippt“, sagte Schunck. „Die Fehler ärgern uns.“ Ob die Ministerin den Brief vor oder nach den Änderungen unterschrieb, konnte der Sprecher nicht sagen.

Wende ist habilitierte Literaturwissenschaftlerin und war bis zu ihrem Amtsantritt Präsidentin der Universität Flensburg. Im Oktober 2013 hatte ein Brief der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen zahlreicher Fehler für Aufsehen gesorgt.