Interaktive Karte Diese 15 Kommunen in SH wollen die Geflüchteten von Lesbos aufnehmen

Von ky | 21.09.2020, 05:00 Uhr

Deutschland hat sich bereit erklärt, 1553 Geflüchtete von Lesbos aufzunehmen – mindestens 50 davon kommen nach SH.

Genau 1553 sollen es sein. So viele Menschen will Deutschland aus dem abgebrannten Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos aufnehmen. Nach der Verteilungsklausel unter den Bundesländern würden damit 50 Flüchtlinge nach Schleswig-Holstein kommen können.

Weiterlesen: Deutschland will 1500 Flüchtlinge von den griechischen Inseln aufnehmen

Die Landesregierung hat sich bereit erklärt, sogar noch mehr Geflüchtete aufzunehmen. Der Beauftragte für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen des Landes, Stefan Schmidt, hat sich gemeinsam mit Kollegen aus anderen Bundesländern an Innenminister Horst Seehofer gewandt. In einem gemeinsam verfassten Brief heißt es:

„Jetzt gilt es, Soforthilfe zu leisten, nämlich das Lager aufzulösen und alle – nicht nur einen Teil der Geflüchteten – auf menschenwürdige Unterkünfte in Europa zu verteilen.“
Gemeinsamer Brief der Beauftragten für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen

Dazu könne die Bundesregierung auf „die explizite Aufnahmebereitschaft weiterer Bundesländer und Kommunen zurückgreifen“.

Bundesweit haben sich bislang 174 Städte, Kreise und Gemeinden der Initiative „Seebrücke“ angeschlossen und sich zum Teil schon vor Jahren zu sogenannten „sicheren Häfen“ für Flüchtlinge erklärt.

In einer interaktiven Karte dokumentieren wir die Entscheidungen und Motivationen der 15 Kommunen aus Schleswig-Holstein, den Menschen in Not helfen zu wollen.