zur Navigation springen

Angriff auf Syrien: Obama trommelt für Zustimmung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2013 | 00:31 Uhr

Wenige Tage vor Beginn entscheidender Abstimmungen im US-Kongress wirbt Präsident Barack Obama um die Zustimmung zu einem Militärschlag gegen Syrien. So plant Obama dem Weißen Haus zufolge heute Interviews mit sechs großen Fernsehsendern. Morgen Abend will er sich dann aus dem Oval Office an die Nation wenden. Die Chancen, dass Obama eine Mehrheit für den Waffengang gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad gewinnen kann, schienen gestern eher schlecht.

Der Kongress kehrt heute aus der Sommerpause nach Washington zurück. Erste Abstimmungen zu Prozedurfragen werden frühestens zur Wochenmitte im Senat erwartet. Über den Zeitplan des Abgeordnetenhauses herrschte zunächst völlige Unklarheit. Experten rechnen aber kaum mit einer entscheidenden Abstimmung vor dem kommenden Wochenende.

Vertreter der Regierung wollen bei einem Treffen mit den Parlamentariern heute Abend im Kapitol ihre Überzeugung untermauern, dass das Regime von Baschar al-Assad am 21. August Hunderte Zivilisten mit Giftgas getötet habe.

Der „Los Angeles Times“ zufolge plant Obama einen intensiven dreitägigen Angriff, bei dem nicht nur Marschflugkörper von Schiffen abgeschossen, sondern auch Luftwaffenbomber eingesetzt werden könnten. Das Weiße Haus habe das Pentagon in den vergangenen Tagen um eine erweiterte Liste von Zielen ersucht, berichtete das Blatt gestern unter unter Berufung auf Regierungsbeamte.

Derweil kommen neue brisante Details aus Damaskus ans Tageslicht. Nach einem Bericht der „Bild am Sonntag“ sollen syrische Kommandeure seit rund vier Monaten Assad zum Einsatz zum von Giftgas gedrängt haben. Das belegten Funkgespräche, die das Flottendienstboot „Oker“ abgefangen habe, berichtete das Blatt unter Berufung auf Informationen aus deutschen Sicherheitskreisen. Das Spionageschiff der deutschen Marine kreuze vor der Küste Syriens. Den Erkenntnissen der Abhörspezialisten zufolge seien die Giftgas-Angriffe aber stets abgelehnt und der Einsatz vom 21. August wahrscheinlich nicht von Präsident Assad persönlich genehmigt worden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen