Vor US-Wahl : Affäre mit Donald Trump? Pornostar soll Geld für Schweigen bekommen haben

Donald Trump hat einen neuen Skandal am Hals: Die Ikone des konservativen Amerika könnte in eine außereheliche Affäre und Schmiergeldzahlungen verwickelt sein.

shz.de von
19. Januar 2018, 12:55 Uhr

Die Vorwürfe klingen pikant und könnten Folgen haben für Donald Trump: Es ist eine Geschichte über Sex, Geld, erkauftes und möglicherweise auch freiwilliges Schweigen – und die übliche Frage nach dem Wahrheitsgehalt. Der heutige US-Präsident soll 2006 eine Affäre mit dem Pornostar Stormy Daniels gehabt und sich ihr Schweigen vor der US-Wahl erkauft haben. Trump war 2006 Star in der US-Reality-Serie „The Apprentice“ – und erst ein Jahr mit Melania verheiratet und gerade Vater geworden.

Inzwischen recherchierten mehrere US-Medien Details zu den Treffen: Das Wall Street Journal schreibt Anfang Januar von einem Schweigegeld von 130.000 Dollar für Stormy Daniels – bürgerlich Stephanie Clifford – und bringt damit die Welle ins Rollen. Trump-Anwalt Michael Cohen soll die Vereinbarung über den Clifford-Anwalt Keith Davidson eingefädelt haben. Cohen bestritt allerdings jegliche Beziehung zwischen Trump und Clifford.

Nach dem Bericht veröffentlichte das Klatschmagazin Intouch ein Interview, das bereits im Jahr 2011 mit der „Erwachsenen-Unterhalterin“ geführt wurde. Inklusive diverser Details zu Trumps Sexverhalten.

Angebliche Jagd durchs Schlafzimmer

Darin beschreibt die Pornodarstellerin, wie sie den damaligen TV-Star Trump in einem Golfhotel in Nevada getroffen habe. Er „wurde allen vorgestellt. Er guckte mich die ganze Zeit an und dann fuhren wir im selben Golf-Cart zum nächsten Loch.“ Später sei sie zum verabredeten Dinner in seine Suite gekommen. „Der Sex war wie im Lehrbuch“, urteilte sie laut Interview. „Ich weiß gar nicht mal, warum ich es tat, aber ich erinnere mich, dass ich, während wir Sex hatten dachte: ,Bitte versuche nicht, mich zu bezahlen.'“ Außerdem soll Trump gesagt haben, sie sei für seine TV-Show geeignet.

In einem Interview mit einer Kollegin und mutmaßlichen Freundin der Schauspielerin kommt heraus: Stormy Daniels könnte von ihrer Begegnung erzählt haben: „Stell dir das mal vor: Donald Trump jagt mich durch das Schlafzimmer in seinen engen ,Whiteys'.“

Von den Protagonisten wird die Affäre zurückgewiesen. Das Weiße Haus erklärte, die Geschichte sei ein „alter, recycelter Bericht“, der schon vor der US-Wahl erschienen sei. Die Schauspielerin soll Berichten zufolge die Affäre mehrmals bestritten haben.

Offenbar hatten allerdings noch mehr Medien Kontakt zu Stormy Daniels, der sich allerdings jeweils im Sande verlief. CNN zufolge hatten sowohl Fox News als auch „Good Morning America“ Informationen zu der mutmaßlichen Affäre, als Trump 2016 mitten im US-Wahlkampf steckte. Auch Slate und „Daily Beast“ sollen in Kontakt mit Stormy Daniels gestanden haben. Die Medien verzichteten jedoch auf eine Veröffentlichung. Fox: Die Geschichte hielt den Qualitätsstandards nicht stand. Warum InTouch erst jetzt das Interview herausbrachte, kann man beim Klatschmagazin nicht beantworten.

Unterdessen sorgt der Wirbel für zunehmende Bekanntheit der Schauspielerin. Die Anfragen nach ihren Werken bei Pornhub seien in die Höhe geschnellt und erreichten zwei Millionen Abrufe binnen weniger Tage.

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