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Abwahl auf Sonderparteitag : AfD-Frau Petra Federau stolpert über Escort-Affäre

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Den aussichtsreichen Listenplatz drei kann sich die Kommunalpolitikern bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern abschminken.

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2016 | 15:29 Uhr

Binz | Drei Monate vor der Landtagswahl hat die AfD in Mecklenburg-Vorpommern die umstrittene Schweriner Kommunalpolitikerin Petra Federau vom aussichtsreichen Listenplatz drei gestrichen. Auf einem Sonderparteitag am Samstag in Binz plädierten nach einer hitzigen Debatte 84 von 137 anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern in einer geheimen Abstimmung für ihre Abwahl. Es war der einzige inhaltliche Tagesordnungspunkt.

Die 46-jährige Federau gilt als Rechtsaußen innerhalb der AfD und war bisher auch mit ausländerfeindlichen Äußerungen im Internet aufgefallen. Sie wurde bei einem Angriff an einem Infostand der Partei vor anderthalb Wochen leicht verletzt worden.

Federau wurde parteischädigendes Verhalten vorgeworfen, weil sie bei der Nominierung im Februar verschwiegen haben soll, dass sie für einen Escort-Service arbeitete, der junge Frauen auch in arabische Länder wie Abu Dhabi und Dubai vermittelt haben soll. Federau blieb den Parteimitgliedern eine klare Antwort schuldig, räumte aber indirekt eine solche Tätigkeit ein.

Federau ist Geschäftsführerin der AfD in der Schweriner Stadtvertretung und in der Landeshauptstadt als Direktkandidatin nominiert. Damit kann sie auch nach Streichung von der Landesliste zur Landtagswahl am 4. September antreten. In Umfragen kommt die AfD in Mecklenburg-Vorpommern auf 18 Prozent der Stimmen.

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