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Europakarte in „heute“-Sendung : AfD-Antrag zu ZDF-Deutschlandkarte erntet Spott

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Die AfD in Berlin fordert die Wiedereinführung der Grenze Deutschlands auf der Europakarte in der „heute“-Sendung.

Berlin | Mit Hohn und Spott haben die übrigen Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus auf einen AfD-Antrag reagiert, der sich mit der Europa-Karte in den ZDF-„heute“-Nachrichten beschäftigte. Die AfD stört sich daran, dass dort die Grenzen Deutschlands nicht zu sehen sind. Sie wollte daher erreichen, dass der Senat etwa über den ZDF-Fernsehrat darauf hinwirkt, dass in der „heute“-Hauptsendung um 19 Uhr „die geographische Erkennbarkeit der Bundesrepublik Deutschland durch weiteres Einblenden der Deutschlandkarte innerhalb Europas wieder gewährleistet wird“.

Die Linke-Abgeordnete Anne Helm sagte am Donnerstag, der AfD-Antrag sei „Mumpitz“, der mit den Aufgaben des Abgeordnetenhauses nichts zu tun habe. Die SPD-Politikerin Karin Halsch sagte mit Blick auf die AfD: „Sie wollen uns zum Narren halten.“ Bereits vor zwei Jahren habe die AfD einen wortgleichen Antrag in den Brandenburger Landtag eingebracht.

Auch Kirsten Tackmann lässt den AfD-Antrag nicht unkommentiert:

Der FDP-Abgeordnete Stefan Förster nahm den Ball auf und trug - passend zur Karnevalszeit - eine Art Büttenrede vor. „Schnee von gestern, das ist fein, könnte doch ein prima Antrag sein“, reimte er unter tosendem Beifall der meisten Abgeordneten. „Nun setzen Sie ab die Narrenkappe, und halten bei nächsten Mal besser die Klappe.“

Der AfD-Politiker Gottfried Curio fand das gar nicht lustig. Er warf den anderen Parteien „ein Lächerlichmachen der nationalen Identität Deutschlands“ vor. Danach wiederum platzte dem parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Torsten Schneider, der Kragen. „Herr Kollege, Sie sind eine Schande für dieses Haus und haben nicht alle Latten am Zaun“, sagte er an die Adresse Curios.

Auch in den Sozialen Medien kommentieren Außenstehende den Antrag der AfD:

 
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erstellt am 17.Feb.2017 | 13:53 Uhr

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