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Nicht mit Angela Merkel : Absage für Rente mit 60 und Anti-Stress-Verordnung

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich gegen Gewerkschaftsforderungen ausgesprochen. Sowohl die Anti-Stress-Verordnung, als auch die Teilrente ab 60 hat sie entschieden abgelehnt.

shz.de von
erstellt am 04.Nov.2014 | 12:36 Uhr

Berlin | Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Gewerkschaftsforderungen nach einer Anti-Stress-Verordnung und einer Teilrente ab 60 eine Absage erteilt. Einer Verordnung gegen Stress im Job stehe sie skeptisch bis ablehnend gegenüber, sagte Merkel am Dienstag auf dem Arbeitgebertag in Berlin. Bei den von der Koalition geplanten flexibleren Übergängen in die Rente wandte sich Merkel gegen eine Teilrente bereits ab 60. „Das sehe ich nicht.“ Zugleich kündigte sie eine mögliche Rentenbeitragssenkung an. „Wir werden die Spielräume, die wir jetzt wahrscheinlich haben in der Rentenversicherung, nutzen, um den Beitrag zu senken.“ Das sei auch angesichts der Konjunkturabschwächung ein wichtiges Signal.

Deutschlands Arbeitgeber forderten die Regierung zur Streichung sämtlicher Reformpläne auf, die die Wirtschaft belasten könnten. „Wir brauchen für den Rest dieser Legislaturperiode ein Belastungsmoratorium“, sagte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer. Abstand nehmen müsse die Koalition etwa von weiteren Regulierungen von Werkverträgen oder einer Frauenquote. Merkel widersprach. Der Entwurf für eine bessere weibliche Repräsentierung in Aufsichtsräten werde kommen. Bei den Werkverträgen solle es einige Präzisierungen geben.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) vertritt die Interessen von über einer Million Betrieben, die 20 Millionen Arbeitnehmer beschäftigen, in der Sozial- und Tarifpolitik, im Arbeitsrecht und in der Bildungs- und Gesellschaftspolitik. Als einziger Spitzenverband setzt sich die BDA für die Belange der gesamten deutschen Wirtschaft ein, Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistungen.
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