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Ab heute sind Gentests an Embryonen möglich

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 31.Jan.2014 | 13:39 Uhr

Heute tritt die Verordnung in Kraft, die Gentests an Embryonen möglich macht. Betroffene Paare müssen aber in den meisten Bundesländern noch eine Weile warten, bis sie die sogenannte Präimplantationsdiagnostik (PID) in Anspruch nehmen können.

Nur in sechs Bundesländern könnte es im Laufe des nächsten Monats mit der PID losgehen. Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben eine gemeinsame Ethik-Kommission gegründet. Diese in der Verordnung vorgeschriebenen Kommissionen müssen über jeden Einzelfall entscheiden. Erst nach ihrer Genehmigung kann eine PID vorgenommen werden.

Eine erste Zusammenkunft der Kommission mit Vertretern aus allen sechs Ländern werde es voraussichtlich in der zweiten Februarwoche geben. Dann werden auch die Mitglieder namentlich genannt. Die Kommission muss mit vier Ärzten, einem Juristen, einem Ethiker sowie jeweils einem Patienten- und Behindertenvertreter besetzt sein. In Hamburg liegt zudem nach Angaben der Behörde für Gesundheit ein Antrag auf Zulassung als PID-Zentrum vor. Eine Zulassung könnte nach Begutachtung und Begehung der Einrichtung noch im Februar erfolgen, hieß es.

Die Gentests bei der künstlichen Befruchtung sind möglich, wenn aufgrund der Anlagen des Elternpaares ein hohes Risiko für eine schwere Erbkrankheit des Kindes zu befürchten ist oder die Gefahr einer Tot- oder Fehlgeburt besteht. Der Gesetzgeber schätzt die Zahl der Fälle auf wenige hundert im Jahr.

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