Neuer Chef des Krisenstabes : Bundeswehrverband setzt auf „General Corona“: Militär kann Krise

Avatar_shz von 03. Dezember 2021, 01:01 Uhr

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General Carsten Breuer (rechts) kommt am 30. November mit einem Mitarbeiter zum Bund-Länder-Treffen zur Corona-Pandemie im Bundeskanzleramt an.
General Carsten Breuer (rechts) kommt am 30. November mit einem Mitarbeiter zum Bund-Länder-Treffen zur Corona-Pandemie im Bundeskanzleramt an.

Der designierte Kanzler Olaf Scholz hat den Chefposten des neuen Corona-Krisenstabes mit einem Bundeswehrgeneral besetzt. Der Bundeswehrverband setzt große Hoffnung auf Carsten Breuer. Sein Argument: „Militär kann Krise“

Flensburg | Was kann ein General besser als ein ziviler Krisenmanager? Er kann sich auf Veränderungen der Lage und Krisen blitzschnell einstellen und weiß sie zu managen, lautet die Antwort des Bundeswehrverbandes. Deren Vorsitzender André Wüstner ist sich sicher, dass der neue Leiter des Corona-Krisenstabs, Generalmajor Carsten Breuer, das Land gut durch die Corona-Pandemie führen wird. Lesen Sie auch: Bundeswehr-General soll uns aus der vierten Corona-Welle führen Diese Symptome könnten auf Corona-Infektion mit Omikron hindeuten Wüstner: "Militär kann Krise" Wüstner sagte unserer Redaktion zu der Berufung von General Breuer: „Für den Krisenstab ist er sicher wertvoll, denn Militär kann Krise“. In der Bundeswehr-Ausbildung sei neben Führung, Planung und Organisation auch der Umgang mit Lageänderungen und Krisen elementar. Der Verbandsvorsitzende fügte hinzu: „Ich gehe deshalb davon aus, dass Generalmajor Breuer die Bundesregierung besser in Sachen Erwartungsmanagement, Kommunikation und Logistik beraten wird, als das bisher der Fall ist.“ Wüstner zeigte sich optimistisch und sagte: „Ich bin zuversichtlich, außerdem kann es nicht so weitergehen, wie bisher.“ Der Verband ist die Interessenvertretung von Soldaten und Zivilbeschäftigten und hat etwa 200 000 Mitglieder. Breuer gilt als "General Corona" Breuer hat im Krisenmanagement viel Erfahrung – auch in der Corona-Pandemie. So hat Breuer in den vergangenen Jahren die Amtshilfe der Streitkräfte geführt und mit seinem Stab seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie im März 2020 die gesamte bisherige Corona-Nothilfe der Truppe gesteuert. Intern wird er seitdem auch "General Corona" genannt. Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte den Generalmajor jüngst als Leiter eines neuen Bund-Länder-Krisenstabs im Kanzleramt vorgestellt. Dieser soll die Koordinierung der stockenden Impfkampagne mit Lieferungen und Verteilung übernehmen. Der bisher mit der Pandemie-Bekämpfung betraute Krisenstab der Bundesministerien für Inneres und Gesundheit wird aufgelöst. Viel Erfahrung im Gepäck Wüstner unterstrich die Erfahrung, die Breuer mitbringt und sagte, der Generalmajor habe während der Amtshilfe zur Flutkatastrophe und der Unterstützung in der Pandemie seine Erfahrung und Kompetenz in Führung und Organisation unter Beweis gestellt. Wüstner fügte hinzu: „Er genießt daher bei den Fachpolitikern und in den jeweiligen Bundesländern einen hervorragenden Ruf.“ ...

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