Geburtsrecht in Amerika : Trump: Babys von Einwanderern sollen keine Staatsbürgerschaft bekommen

US-Präsident Donald Trump.
US-Präsident Donald Trump.

Dass Babys von Migranten bei Geburt in den USA die amerikanische Staatsbürgerschaft bekommen, sei "lächerlich".

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30. Oktober 2018, 15:32 Uhr

Washington | US-Präsident Donald Trump plant eine weitreichende Änderung im Geburtsrecht: Er will verhindern, dass Babys von Einwanderern durch Geburt in den USA automatisch die amerikanische Staatsbürgerschaft bekommen. "Wie lächerlich: Wir sind das einzige Land weltweit, in dem jemand ankommt, ein Baby bekommt – und dieses Baby ist dann ein US-Bürger für 85 Jahre mit allen damit verbundenen Vorteilen", sagte Trump in einem Video-Interview mit dem Informationsdienst Axios, das am Dienstag veröffentlicht wurde. "Das ist lächerlich. Und das muss aufhören."

Trump will Exekutivbefehl nutzen

Seine Rechtsberater hätten ihm gesagt, er könne dies per Exekutivbefehl tun, so Trump. Andere Rechtsexperten halten einen solchen Schritt für unzulässig. Der 14. Zusatzartikel der Verfassung garantiere die Staatsbürgerschaft bei Geburt in den USA automatisch.

Der Vorstoß kommt zeitgleich mit der Entsendung von 5.200 Soldaten zur Verstärkung der Grenzbeamten an der US-Südgrenze zu Mexiko. Dort werden in den kommenden Wochen Migrantenkarawanen mit mehreren tausend Menschen aus Mittelamerika erwartet, die in die USA einreisen wollen.

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