Ministerpräsident reist nach Moskau : Weil gegen Russland-Sanktionen und für Nord-Stream 2

Stephan Weil reist regelmäßig nach Russland - hier bei einem Besuch im Jahr 2013 vor der Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz. Ab Sonntag besucht er erneut Moskau. Foto: Marco Hadem/dpa
Stephan Weil reist regelmäßig nach Russland - hier bei einem Besuch im Jahr 2013 vor der Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz. Ab Sonntag besucht er erneut Moskau. Foto: Marco Hadem/dpa

Ungeachtet der neuen Spannungen zwischen Russland und der Ukraine hat Niedersachsens Ministerpräsident und SPD-Chef Stephan Weil für eine Fortführung von Dialog und Annäherung zwischen Westeuropa und Russland plädiert. Über weitere Sanktionen zu reden, sei schädlich.

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30. November 2018, 12:14 Uhr

Osnabrück | Weil sagte unserer Redaktion, „es gibt berechtige Zweifel daran, dass die bisherigen Sanktionen die gewünschten Ergebnisse gebracht haben. Deswegen wäre es gut, wenn die weitere politische Entwicklung eine Lockerung und Aufhebung der Sanktionen ermöglichen würde“. Erst recht halte er nichts davon, die bestehenden Sanktionen noch weiter zu verschärfen, wie jetzt zum Teil gefordert werde. „Das würde die Beziehungen zu Russland weiter verhärten, ohne irgendeinen Nutzen zu erbringen“, sagte Weil.

Der SPD-Landeschef sieht trotz des Drängens der USA und der Ukraine auch keinen Anlass, von den Planungen für das deutsch-russische Pipelineprojekt Nord Stream 2 abzuweichen. „Erdgas muss auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung bei uns leisten. Das Vorhaben nutzt vor allem der Versorgungssicherheit und ist in unserem Interesse“, sagte Weil.

Der Ministerpräsident bricht am Sonntag zu einer dreitätigen Reise nach Russland auf. Auf dem Programm stehen politische Gespräche in Moskau.

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