Nach Scheuer-Absage : Diesel-Gipfel in Brüssel geplatzt

In Brüssel sollten die wichtigsten europäischen Autoländer über Lehren aus der Dieselaffäre beraten.
In Brüssel sollten die wichtigsten europäischen Autoländer über Lehren aus der Dieselaffäre beraten.

Ohne das wichtigste europäische Autoland macht das Treffen auch für andere EU-Staaten keinen Sinn.

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21. November 2018, 21:36 Uhr

Brüssel | EU-Kommissarin Elzbieta Bienkowska hat den für 27. November geplanten Diesel-Gipfel mehrere europäischer Staaten nach einer Absage von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) abgeblasen. Es sei sinnlos, ein solches Treffen ohne das Land mit der größten Autoindustrie abzuhalten, sagte Bienkowska dem "Handelsblatt".

Wichtigste Autoländer sollten über Lehren aus Dieselaffäre sprechen

Sie bezeichnete die Absage Scheuers aus Termingründen den Angaben zufolge als enttäuschend. Der Minister lasse damit eine Gelegenheit verstreichen, Erfahrungen mit anderen Ländern auszutauschen und das selbst Erreichte darzustellen. Aus dem Bundesverkehrsministerium war am Mittwochabend zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Bienkowska hatte die wichtigsten Autoländer eingeladen, um auf hochrangiger Ebene über die Lehren aus der Dieselaffäre zu diskutieren und eine gemeinsame Linie mit Blick auf die Einführung neuer Antriebstechnologien zu entwickeln. So haben etliche Mitgliedsländer bereits unterschiedliche Zeitpunkte für den Abschied vom Verbrennermotor verkündet, die Kommission plädiert für ein abgestimmtes Vorgehen im Binnenmarkt.

Weiterlesen: Wo alte Diesel und Benziner in der EU nicht fahren dürfen

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