Ehemaliger SPD-Chef : Medienbericht: Sigmar Gabriel will sich aus der Politik zurückziehen

Sigmar Gabriel bei einer Pressekonferenz Anfang Mai. Foto:dpa/Kay Nietfeld
Sigmar Gabriel bei einer Pressekonferenz Anfang Mai. Foto:dpa/Kay Nietfeld

Dem Bericht zufolge habe Gabriel seine Entscheidung eigentlich vor der Europawahl nicht öffentlich machen wollen.

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25. Mai 2019, 17:02 Uhr

Berlin | Er soll die Entscheidung bereits Anfang Mai getroffen haben: Nach Informationen des Berliner "Tagesspiegel" will sich Sigmar Gabriel aus der Politik verabschieden. Der ehemalige SPD-Vorsitzende wolle bei der nächsten Wahl nicht mehr für den Bundestag kandidieren, heißt es in dem Bericht.

Es hieß demnach, der 59-Jährige sei schon länger fest entschlossen gewesen, seine politische Laufbahn zu beenden. Gabriel selbst wollte sich auf Anfrage der Zeitung dazu nicht äußern. Von Sprechern der Bundes-SPD und der SPD Niedersachsen gab es auf dpa-Anfrage zunächst ebenfalls keine Stellungnahme.

Keine Unruhe vor der Europawahl geplant

Der "Tagesspiegel" zitierte einen Teilnehmer der Unterredung mit den Worten: "Wir bedauern das sehr, weil es schwer werden wird, seine Ergebnisse zu halten. Aber man kann schon verstehen, dass er sich das Theater in Berlin nicht länger antun will."

Dem Bericht zufolge habe Gabriel seine Entscheidung vor der Europawahl nicht öffentlich machen wollen, um keine Unruhe in den Wahlkampf zu bringen. Die Partei im Wahlkreis Salzgitter/Wolfenbüttel vor Ort sollte demnach aber genug Zeit haben, eine neue Kandidatin oder einen neuen Kandidaten zu finden.

Gabriel ist Autor der Holtzbrinck-Gruppe, zu der auch der "Tagesspiegel" gehört. Er war bis 2017 Vorsitzender der SPD.

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