Umfrage des Tages : Karl Lauterbach neuer Gesundheitsminister – Mehrheit begrüßt Entscheidung

Karl Lauterbach, designierter Bundesminister für Gesundheit.
Karl Lauterbach, designierter Bundesminister für Gesundheit.

Wir wollten von Ihnen wissen, wie Sie die neue Personalie für das Gesundheitsministerium bewerten. Ist Karl Lauterbach der richtige Mann für den Kampf gegen die Pandemie? Mehr als zwei Drittel sagen Ja.

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06. Dezember 2021, 13:22 Uhr

Berlin | Der Marburger Bund begrüßt die Entscheidung des designierten Bundeskanzlers Olaf Scholz, Karl Lauterbach als Gesundheitsminister in sein Kabinett zu berufen. Schon in den Tagen zuvor machten sich viele Menschen in den Sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #wirwollenKarl für eine Nominierung des 58-jährigen Mediziners stark.

Warnungen und Forderungen nach Einschränkungen

Der promovierte Epidemiologe ist seit Beginn der Pandemie als Alarmsirene unterwegs. Geht es um Warnungen vor neuen Wellen und Rufen nach drastischen Einschränkungen, dann liefern sich Lauterbach und Virologe Christian Drosten ein stetes Wettrennen. Und es ist nicht von der Hand zu weisen, dass beide verdammt oft richtig lagen, aber nicht ausreichend gehört worden sind.

Lauterbach gilt als einer der renommiertesten Fachleute seiner Partei, allerdings hatte es gegen ihn in der SPD auch Vorbehalte gegeben. Aufschlussreich war Lauterbachs Bewerbung für den SPD-Vorsitz vor zwei Jahren: Knallhart hatte er sich gegen die Große Koalition positioniert und für das GroKo-Aus eingesetzt, um die SPD aus der vermeintlichen Kompromissfalle zu holen und nach links zu steuern. Der Rückhalt bei der Basis war verschwindend gering, Verbündete hatte der Professor keine.

Neue Herausforderungen für Lauterbach

Auch in der Bundestagsfraktion und im NRW-Landesverband ist der Talkshow-König völlig isoliert, gilt als egomanischer Sonderling. In den Bundestag zog er nur wieder ein, weil er sein Direktmandat verteidigen konnte.

Das alles ist Schall und Rauch: Am Montag wurde Lauterbach als neuer Gesundheitsminister vorgestellt und muss sich in seinem neuen Amt nun einer schwierigen Aufgabe stellen. Im Netz gibt es bereits zahlreiche Reaktionen. Von „größter Joke“ bis „der einzig Richtige“ gibt es Befürworter und Kritiker der Entscheidung. Doch was meinen Sie? Stimmen Sie ab!

Zwischenstand am 6. Dezember um 16.51 Uhr: 1046 Stimmen, davon 70 Prozent für Lauterbach. 25 Prozent sind der Meinung, jemand anderes wäre geeigneter gewesen. Fünf Prozent der Abstimmenden wollen sich nicht festlegen.

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