Migration in Europa : Hillary Clinton mahnt: Willkommenskultur muss Grenzen haben

Hillary Clinton (l.) lobt Kanzlerin Angela Merkel einerseits für ihre Migrationspolitik, warnt sie aber auch selben Atemzug.
Hillary Clinton (l.) lobt Kanzlerin Angela Merkel einerseits für ihre Migrationspolitik, warnt sie aber auch selben Atemzug.

Hillary Clinton lobt Angela Merkel zwar für ihre Migrationspolitik, schickt aber unmittelbar eine Warnung hinterher.

shz.de von
23. November 2018, 15:51 Uhr

Washington | Von US-Präsident Donald Trump ist man inzwischen unverhältnismäßig harte Kritik an der europäischen, insbesondere aber der deutschen – Migrationpolitik gewöhnt. Dass nun aber auch die demokratische Präsidentschaftskandidatin von 2016 Hillary Clinton in dieselbe Kerbe schlägt, überrascht zumindest.

Im Interview mit dem Guardian rät die ehemalige First Lady der Vereinigten Staaten den europäischen Staatschefs dazu, ein stärkeres Signal an Migranten zu senden, dass man nicht weiterhin dieses Maß an Unterstützung und Zuflucht bieten könne. Denn das sei es, was die Flamme der Rechtspopulisten weltweit entzündet hätte.

Die 71-Jährige fand aber auch lobende Worte, die sie speziell an die Bundeskanzlerin Angela Merkel richtete: "Ich bewundere die sehr edle und mitfühlende Herangehensweise besonders von Führungskräften wie Angela Merkel." Nichtsdestotrotz sei es aber nun auch fair zu sagen, dass Europa seinen Teil in dieser Frage getan hat, sagte Clinton.

Nun müsse man aber auch klar machen, dass diese Willkommenskultur endlich sei. Sonst verärgere man die Wählerinnen und Wähler und spiele den damit Rechtspopulisten direkt in die Hände. Die Einwanderer seien in diesem Kontext als politisches Mittel benutzt worden, um zu zeigen, was in der Politik falsch laufe, so Clinton.

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