In Stadien und auf Demos : Für das Zünden von Pyrotechnik droht möglicherweise bald Gefängnis

Das Zünden von Pyrotechnik könnte künftig härter bestraft werden.
Das Zünden von Pyrotechnik könnte künftig härter bestraft werden.

Die Innenminister der Länder wollen auf der anstehenden Herbst-Konferenz über härtere Strafen beraten.

shz.de von
24. November 2018, 15:25 Uhr

Magdeburg | Die Landesinnenminister beraten darüber, ob das Zünden von Bengalos in Stadien und auf Demos künftig härter bestraft werden soll. Auf der anstehenden Herbst-Konferenz in Magdeburg wird der Vorschlag diskutiert, den Einsatz von Pyrotechnik in Menschenmengen künftig mit bis zu einem Jahr Haft zu bestrafen, wie Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht der Deutschen Presse-Agentur sagte. Der CDU-Politiker ist Vorsitzender der Innenministerkonferenz.

Er unterstütze einen entsprechenden Vorschlag aus Hessen, so Stahlknecht. Der hessische Innenminister Peter Beuth sagte laut "Spiegel": "Wenn die Vereine nicht in der Lage sind, ihre Stadien frei von Pyrotechnik zu halten, muss eben der Staat Konsequenzen ziehen." Dabei gehe es um die Sicherheit der friedlichen Fußballfans und Demonstranten. Bisher ist das unerlaubte Abbrennen von Pyrotechnik eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeld bestraft wird. Die Innenminister tagen vom 28. bis 30. November in Magdeburg.

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