Verdächtige Pakete : Auch Trump-Gegner Robert de Niro erhielt Briefbombe

Robert de Niro gilt als Kritiker Donald Trumps. Auch an den Schauspieler wurde eine mutmaßliche Briefbombe geschickt.
Robert de Niro gilt als Kritiker Donald Trumps. Auch an den Schauspieler wurde eine mutmaßliche Briefbombe geschickt.

Kurz vor den US-Kongresswahlen wurden verdächtige Pakete bei Trump-Kritikern gefunden. Es gibt wohl ein weiteres Opfer.

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25. Oktober 2018, 16:47 Uhr

New York | Nach dem Versand mehrerer Rohrbomben an Kritiker von US-Präsident Donald Trump haben Unbekannte laut Medienberichten auch dem Schauspieler Robert de Niro ein verdächtiges Paket geschickt. Es handle sich um dieselbe Art von Paket wie jene an Ex-Präsident Barack Obama und die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, berichtete die "New York Post" am Donnerstag.

Zum Zeitpunkt des Vorfalls sei niemand zu Hause gewesen, berichtete der Sender NBC unter Berufung auf die Polizei. Laut NBC befindet sich in demselben Gebäude in New York, in dem de Niro wohnt, auch ein Restaurant im Besitz des Schauspielers.

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Die New Yorker Polizei bestätigte auf Twitter, dass sie im Stadtteil Manhattan wegen eines verdächtigen Pakets ermittle. De Niro gilt als Kritiker Trumps.

Verdächtiges Päckchen ging auch an Joe Biden

Ein weiteres Päckchen mit verdächtigem Inhalt wurde laut Medienberichten auch an den früheren demokratischen Vizepräsidenten Joe Biden verschickt. Das Päckchen wurde in einer Postfiliale im Staat Delaware gefunden, wo Biden lebt. Das Kommando zur Bombenentschärfung setzte laut NBC einen Roboter ein, auch Bidens Zuhause wurde durchsucht. Verletzt wurde wie bei den Funden der weiteren Päckchen niemand.

Die gepolsterten Umschläge glichen sich, berichteten US-Medien unter Berufung auf Strafverfolger. Sie waren jeweils mit sechs Briefmarken frankiert und hatten als Absender den Namen der Abgeordneten Debbie Wasserman Schultz, die von 2011 bis 2016 Parteichefin der demokratischen Partei war. Die Adressen waren gedruckt und nicht von Hand geschrieben.

Am Donnerstag war weiter unklar, welchen Schaden die Sprengsätze bei einer Explosion hätten anrichten können. FBI und Polizei erklärten, dass es sich "offensichtlich um Rohrbomben" handle. Mindestens eine Bombe bestand Berichten zufolge aus einem mit Schwarzpulver und Glassplittern gefüllten PVC-Rohr, das auch mit einem Zünder verbunden war. US-Medien berichteten übereinstimmend von Rohrbomben. Eine endgültige Klärung der Behörden, ob unter den Sendungen auch Attrappen waren, gab es aber nicht.

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