Truppen-Aufstockung auf 203.000 Mann : Bundeswehr auf der Suche nach neuen Soldaten

Ein Bundeswehrsoldat im Kosovo: Die Truppe soll auf mehr als 200.000 Mann anwachsen.
Ein Bundeswehrsoldat im Kosovo: Die Truppe soll auf mehr als 200.000 Mann anwachsen.

Die Bundeswehr soll personell aufgestockt werden – auf mehr als 200.000 Soldaten. Die Frage ist, woher sie kommen.

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29. November 2018, 12:41 Uhr

Berlin | Die Bundeswehr soll in den nächsten Jahren auf 203.000 Soldaten anwachsen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen habe entsprechende Planungen gebilligt, teilte das Verteidigungsministerium an Donnerstag mit.

Hauptfaktoren für den steigenden Personalbedarf seien zunehmende internationale Verpflichtungen gegenüber der Nato und der EU. "Die rasanten Entwicklungen im Cyber- und Informationsraum sowie die Anstrengungen zur Digitalisierung der Streitkräfte und die Reorganisation der Beschaffungsorganisation sind weitere Treiber", teilte das Ministerium mit. Bislang war vorgesehen, dass die Bundeswehr bis 2024 von heute gut 180.000 auf 198.000 aktive Soldaten wächst.

Seit Ende des Kalten Krieges war die Bundeswehr über viele Jahre schrittweise verkleinert worden – am Tag der Wiedervereinigung 1990 bestand sie noch aus 585.000 Soldaten. 2016 hatte das Ministerium dann das Ende des Schrumpfkurses eingeleitet, seitdem soll der Personalbedarf regelmäßig überprüft und angepasst werden. Allerdings gibt es Zweifel, wie die Bundeswehr die neuen Posten angesichts des allgemeinen Fachkräftemangels besetzen will.

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