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Durchsuchungen bei der Bundeswehr : 41 Wehrmachtsdevotionalien in Kasernen gefunden

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Laut Verteidigungsministerium waren Münzen und Wandbilder darunter. Ursula von der Leyen verteidigt das Vorgehen.

Berlin | Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat ihre Kampagne gegen Wehrmachts-Nostalgie in der Bundeswehr verteidigt. Es sei wichtig, den Traditionserlass der Bundeswehr aus dem Jahr 1982 zu überarbeiten, da dieser „einige Hintertürchen hat“, sagte die Ministerin am Mittwoch nach einer Sitzung des Verteidigungsausschusses des Bundestages. Sie betonte, es sei ihr nach Bekanntwerden der Terrorvorwürfe gegen den rechtsextremen Oberleutnant Franco A. nicht darum gegangen, die Angehörigen der Bundeswehr unter Generalverdacht zu stellen, sondern nur um Aufklärung.

Die Bundeswehr ist in Erklärungsnot geraten, als der Fall des rechtsextremen Franco A. an die Öffentlichkeit kam. Der 28-jährige Soldat hatte - als Flüchtling getarnt - wohl einen Anschlag geplant. Nun arbeitet die Bundeswehr rechte Tendenzen in der Truppe auf.

Von der Leyen hatte in diesem Zusammenhang eine Durchsuchung aller Kasernen der Bundeswehr angeordnet. Dabei waren in den vergangenen Tagen 41 weitere Andenken an die Wehrmacht gefunden worden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Ausschuss erfuhr.

Keiner der Funde sei aber so schwerwiegend wie in den Kasernen in Donaueschingen oder im französischen Illkirch, hieß es aus dem Ministerium. Unter den nun entdeckten Objekten seien Münzen mit Wehrmachtsmotiven und Wandbilder. In der Kaserne der Deutsch-Französischen Brigade in Illkirch bei Straßburg war ein Raum mit gemalten Wehrmachtssoldaten in Heldenposen ausgeschmückt.

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erstellt am 17.Mai.2017 | 13:46 Uhr

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