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29 Millionen Menschen leben weltweit wie Sklaven

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mehr als 29 Millionen Menschen weltweit müssen ihr Leben einer erschütternden Studie zufolge als Sklaven fristen. Am schlimmsten sei die Lage in Mauretanien, berichtet die neu gegründete australische Stiftung „Walk Free“. Das Land habe den höchsten Anteil von Sklaven gemessen an der Bevölkerung. In absoluten Zahlen lebten die meisten Sklaven in Indien: 14 Millionen Menschen.

Westliche Länder landen zwar im unteren Viertel des Sklavenindex. „Das heißt aber nicht, dass es in diesen Ländern keine Sklaven gibt“, heißt es in dem Bericht. Deutschland kommt auf Platz 136 von 162 Ländern. Hier sollen rund 10 000 Menschen wie Sklaven leben. Die Autoren räumen ein, dass sie nur durch mathematische Vergleiche mit anderen Ländern auf diese Zahl kommen. „Weil moderne Sklaverei ein verdecktes Verbrechen ist, liegen die wahren Zahlen wahrscheinlich höher“, heißt es. Ganz am Ende der Rangliste – also mit den wenigsten Problemen – liegen neun europäische Länder und Neuseeland.

„Moderne Sklaverei hat viele Formen“, heißt es weiter. „Menschenhandel, Zwangsarbeit, Schuldknechtschaft, erzwungene Heirat, Missbrauch von Kindern in bewaffneten Konflikten“, werden aufgezählt. „Opfern moderner Sklaverei ist die Freiheit versagt, und sie werden von anderen benutzt und kontrolliert, entweder für Geld, Sex oder wegen der Lust der Beherrschung.“

In Mauretanien sei die Sklaverei tief verwurzelt, schreiben die Autoren. Sklavenfamilien würden weitervererbt wie andere Besitztümer, und Kinder von Sklaven würden auch wieder Leibeigene. Auf den Plätzen 2 und 3 liegen Haiti und Pakistan. Nach absoluten Zahlen folgen hinter Indien mit großem Abstand China (3 Millionen) und Pakistan (2,1 Millionen). Unter den ersten zehn landet als einziges nichtasiastisches und nichtafrikanisches Land Russland mit gut einer halben Million Sklaven.

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erstellt am 18.Okt.2013 | 00:31 Uhr

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